Über Massaker

Warum Täter in der Welt des Simulakrons immer gefährlicher werden

Am 22. Juli 2011 ereignete sich in Norwegen eine Tat, die in ihrer Grausamkeit eine neue Stufe der Eskalation des Massenmordes durch einen Einzeltäter repräsentiert. Damit wurde die bisher opferreichste Tat eines Killers aus Süd-Korea aus dem Jahr 1982, der 58 Menschen tötete, nahezu verdoppelt.

Auf einer Twitter-Seite unter seinem Namen postete der festgenommene Täter, Anders Behring Breivik, der mehr als 90 Menschen auf dem Gewissen hat, am 17 Juli ein Zitat von John Stuart Mill: "Eine Person mit einer Überzeugung hat so viel Kraft wie 100.000, die nur Interessen pflegen." Der Freimaurer und Möchtegern-Tempelritter, der am liebsten Techno-Trance-Musik hörte und die Serie Dexter, ein TV-Drama über einen Serienkiller, ansah, plante seinen Anschlag bis ins Detail und nutzte das Chaos, welches er mit seinem Bombenanschlag in Oslo anrichtete, wo mindestens 7 Menschen umkamen, um in aller Seelenruhe mehr als 84 Jugendliche in einem Feriencamp, etwa eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt, mit einer Pistole und einem Gewehr bewaffnet in Gestapo-Manier hinzurichten.

Es scheint so, dass er wie sein filmisches Vorbild Dexter, seit seiner Kindheit traumatisiert ist und eine Art Doppelleben führte. Sein Vorgehen offenbarte einen unstillbaren Drang zu töten, ohne jegliche Emotionen an den Tag zu legen. Die vor einigen Tagen eingerichtete Facebook-Seite des Killers enthält den Song Sound of Goodbye und wirkt wie eine Art postmodernes Testament eines Techno-Süchtigen, der jeglichen Bezug zur Realität verloren hat. Er hat auch ein 2083. A European Declaration of Independence hinterlassen.Noch ist die Frage offen, ob es einen Komplizen gab.

Die Amokläufe der letzten Jahrzehnte zeigen, dass Einzeltäter oder eine kleine Gruppe von Tätern verheerende Massaker anrichten können. Die Gründe, warum Menschen töten sind vielschichtig und werden von Soziologen eingehend untersucht. Zu den Motivationen gehören unter anderem chronische Aggressivität, die vor allem durch Alkohol und Drogen ausgelöst werden kann, passive Gutmenschen, aus denen urplötzlich Feindseligkeit hervorbricht, Menschen, die sich ungerecht behandelt und verletzt fühlen, traumatisierte Täter, insbesondere wenn ihre Identität angegriffen wird, von einer Idee besessene Menschen, insbesondere wenn sie bestimmten religiösen Gruppen oder politischen Ideologien angehören, paranoide Spinner, die aus Eifersucht oder Isoliertheit töten, sowie kranke Psychopathen, die unter einem völligen Realitätsverlust leiden.

Die Bereitschaft zur exzessiven Gewalt scheint in den letzten Jahren zugenommen zu haben, was auch die zahlreichen Ausflipp-Attacken von immer jüngeren Jugendlichen in deutschen U-Bahnen belegen. Die Angriffe sind derart erbarmungslos, dass der Tod der Attackierten billigend in Kauf genommen wird.

Das Problem bei Amokläufen ist, dass es im Grunde genommen keinen Schutz vor solchen irrationalen Aktionen gibt, es sei denn man geht der eigentlichen Ursache derartiger Tötungsorgien auf den Grund. Viele meinen, dass das Verbot von Waffen das Problem lösen würde. Doch dies ist zu bezweifeln, denn alles, was verboten ist, übt eine nur noch größere Anziehung aus. Gleiches gilt wohl auch für das Verbot von Killerspielen, das Verbot von rechtsradikalem Gedankengut oder von Alkohol, wie die Prohibition zeigte. Der Mensch hat die Neigung, sich gerade von Verbotenem angezogen zu fühlen.

Auch ein Verbot von Psychopharmaka dürfte nichts bringen, jedoch stellt sich hier die Problemlage deutlich anders, da diese Mittel viel zu leichtfertig von Ärzten verschrieben werden und von der Pharmalobby propagiert werden. Durch den blinden Wachstumswahn Großkonzernen heraus, die die Einnahme von Blockbusterdrogen forcieren, werden Substanzen verschrieben und verkauft, die massive Persönlichkeitsveränderungen bei deren Nutzern hervorrufen können. Insbesondere Medikamente, die oft allzu leichtfertig verschrieben werden, führen oftmals zu unkalkulierbaren Amokläufen wie diesw Liste zeigt.

Von Soldaten in Vietnam weiß man, dass diese vorsätzlich unter Drogen gesetzt wurden, um die Kampfbereitschaft zu erhöhen. Während des Vietnamkrieges nahmen viele der amerikanischen Soldaten auch Marihuana, um die Schrecken des Krieges zu verarbeiten. Auch in anderen Kriegen wurden Drogen als Mittel eingesetzt, um die Bereitschaft zum Töten heraufzusetzen. In den napoleonischen Kriegen war Alkohol ein bedeutendes Aufputschmittel, um die Disziplin aufrechterhalten, da die Soldaten nur durch den Alkohol dem Grauen des Krieges entfliehen konnten. Sowohl bei den Nord- als auch den Südstaaten war während des amerikanischen Bürgerkrieges von 1861 bis 1865 der Drogenmissbrauch von Morphium und Opium weit verbreitet.

Im 1. Weltkrieg war ein Teil der Tagesration eines britischen Soldaten eine halbe Flasche Rum, bei den deutschen Soldaten wurde Bier, Wein und Schnaps als Verpflegung gegeben. Im 2. Weltkrieg erfuhren Drogen in Form von synthetischen Amphetaminen einen Boom als Wachmacher für Soldaten und Beschäftigte in der Rüstungsindustrie. Während des Irak II- und Afghanistankrieges gab es ebenfalls eine exzessive Verbreitung von Drogen und einen massiven Alkoholkonsum bei vielen Soldaten.

Der ehemalige amerikanische Dozent für Militärpsychologie und Offizier an der US-Militärakademie in West Point, Dave Grossman, beschrieb in seinem Buch "On Killing", dass lediglich 15 bis 20 % der Soldaten in Kriegen auf einen exponierten Feind geschossen hätten.

Der Kritiker von Lasertags und Ego-Shootern hat sich jahrzehntelang mit den Faktoren auseinandergesetzt, die das Töten erleichtern oder erschweren. Gesunde, normale Menschen besitzen, wie er beschreibt, einen biologisch machtvollen Widerstand gegen den Akt des Tötens. Die Mehrzahl der Soldaten würde selbst unter eigener Lebensgefahr daneben schießen, da die Hemmung, Artgenossen zu töten, beim Menschen sehr stark ausgeprägt ist.

Deshalb ist es von fundamentaler Bedeutung herauszufinden, was die Hemmschwelle zum Töten beim Menschen herabsetzt. Eine Person muss für das Töten konditioniert werden. Beim Militär geschieht dies durch Training der Soldaten, bei normalen Menschen durch Beeinflussung der Psyche. Eine Brutalisierung und Desensibilisierung, die die Gewaltbereitschaft massiv heraufsetzt, kann durch Psychopharmaka erfolgen, die in den postmodernen Industriegesellschaften immer unbedachter verabreicht werden. Diese können unter anderem manische Reaktionen, Halluzinationen, abnormales Denken, Persönlichkeitsstörungen, emotionale Instabilität, Gedächtnisstörungen, Psychosen, Aufwiegelung zur Gewalt, Alkoholmissbrauch, Medikamentensucht, feindschaftliches Verhalten, Schlafstörungen, paranoides Verhalten, Verwirrung, Ruhelosigkeit, Impulsivität oder massive Entzugserscheinungen auslösen.

Ein Beispiel hierfür ist die Tat von Steven P. Kazmierczak, einem 27-jährigen amerikanischen Soziologiestudenten, der Anfang 2008 die Droge Prozac (Fluoxetin) gerade erst abgesetzt und dann durch Entzugserscheinungen zum Killer wurde und 5 Studenten der Northern Illinois University sowie sich selbst erschoss.

Prozac ist ein gegen Depressionen eingesetzter Arzneistoff, ein sogenanntes Antidepressivum, welches weltweit bereits über 54 Millionen mal verschrieben wurde, welches zur Behandlung von Depressionen, Zwangsstörungen und Bulimie eingesetzt wird. Dabei haben Forscher nachgewiesen, dass diese Mittel teilweise gar nicht wirken, jedoch erhebliche negative Nebenwirkungen haben. Gemäß dem New England Journal of Medicine (mit einer Analyse auf der Datengrundlage von mehr als 12.000 Patienten) dürfte Prozac kaum wirksamer als Scheinmedikamente sein.

Die größten Hersteller von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI-Medikamente), zu denen auch Prozac gehört, wie Eli Lilly, GlaxoSmithKline, Wyeth und Pfizer, wissen um die Gefährlichkeit der Nebenwirkungen ihrer Medikamente. So gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Selbstmordrisiko bei Kindern und Jugendlichen. Die Absetzung der Hemmschwelle führt jedoch nicht nur zu Selbstmorden, sondern kann auch zu Amokläufen führen, da die Einnahme bestimmter Drogen, insbesondere von Technodrogen, nachhaltige Veränderungen der Hirnverbindungen auslösen kann. Besonders problematisch hierbei sind die sogenannten Entzugserscheinungen. Werden SSRI-Präparate zu schnell abgesetzt, kann ein zeitweiliges Serotonindefizit im Gehirn entstehen, welches Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Leberfunktionsstörungen, Impotenz, Krampfanfälle, Anämie, Verwirrtheit, Albträume, Panikattacken, Suizidgedanken und aggressive Verhaltensweisen zur Folge hat.

Wer sich mit den Amokläufen von Einzeltätern beschäftigt, sollte die Massenexekutierungen im mexikanischen Drogenkrieg nicht außer Acht lassen. Allein im Jahr 2010 sind 12.456 Menschen im mexikanischen Drogenkrieg ums Leben gekommen. Insbesondere das Grenzgebiet zu den USA in der Nähe von El Paso und San Diego ist am gefährlichsten.

In vier Jahren, seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón wurden mehr als 37.000 Menschen getötet. Laut einer Studie von Redim sind in den vergangenen 4 Jahren sogar 1.300 Minderjährige im Drogenkrieg ums Leben gekommen. So starben allein in Ciudad Juárez, der Stadt mit der höchsten Mordrate der Welt, mehr als 3.100 Personen einen gewaltsamen Tod. Sieben mächtige Verbrecherkartelle und zahlreiche organisierte Banden beherrschen Mexiko, wobei sie vor allem Drogen wie Kokain und Marihuana aus Lateinamerika in die USA schmuggeln.

Beim größten Massenmord des vergangenen Jahres starben 72 Migranten aus Mittelamerika. Sie wurden auf einer Ranch erschossen, weil sie sich weigerten, für ein Drogenkartell zu arbeiten. Mindestens 9 Tote gab es im Februar dieses Jahres bei einer Schießerei in der mexikanischen Staat Coahuila, wo Bewaffnete in zwei Bars das Feuer eröffneten und neun Menschen töteten. Bei einer Schießerei in einem Lokal in der Grenzstadt Ciudad Juarez kamen ebenfalls fünf Menschen ums Leben.

Ob diejenigen, die töten, selbst unter Drogen stehen, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, jedoch ist die Hemmschwelle, einen Menschen zu töten in Mexiko auf dem absoluten Nullpunkt angekommen. Erst Mitte Juli 2011 erlebte Ciudad Juárez mit 21 Toten einen weiteren Höhepunkt im tödlichen Drogenkrieg. Dies war die bisher höchste Zahl an Morden während eines einzigen Tages in dieser Stadt. Schuld an dem Dilemma sind auch die USA, die auf der amerikanischen Seite wahllos Waffen verkaufen, die ihren Weg nach Mexiko finden, und die amerikanischen Drogenkonsumenten, die den mexikanischen Drogenbaronen horrende Einnahmen bescheren. Etwa 40 Prozent des Kokains für den US-Markt kommt über Ciudad Juárez in die Vereinigten Staaten.

Weil viele Drogen und Medikamente die Hemmschwellen wirkungsvoller herabsetzten, scheint auch die Anzahl der Opfer pro Jahrzehnt immer größer zu werden. Es bleibt zu klären, inwieweit auch der norwegische Killer psychologische Probleme hatte und ob auch er während der Tat unter dem Einfluss oder dem Entzug von Drogen oder Medikamenten stand. Die Schwere der Tat und die Brutalität weisen jedenfalls auf massive Persönlichkeitsstörungen und Enthemmungserscheinungen hin, wie sie sonst nur durch Drogen/Medikamente, psychische Defekte oder durch religiösen/politischen Fanatismus ausgelöst werden können.

Von den Freimauern, zu denen sich Breivik bekannte, weiß man, dass diese für ihre Experimente mit einer Vielzahl von Drogen bekannt sind. Hat doch kein geringerer als Freimaurer-Altmeister Aleister Crawley Opium, Kokain, Morphin, Ether und Chloroform zu sich genommen, um sein Bewusstsein zu erweitern.

Wenn es wirklich gelingen soll, Einzeltaten wie den Massenmord in Norwegen wirksam zu bekämpfen, dann dürfen nicht nur die Symptome (Waffenbesitz, Killerspiele etc.) solcher Taten untersucht werden, sondern es müssten vor allem die Ursachen von Killerattacken angegangen werden, die auch in der massenhaften Verbreitung von Drogen und von Psychopharmaka zu suchen sind.

Wir stehen vor dem ernsthaften und unkalkulierbaren Problem der Brutalisierung und Halluzinierung der Gesellschaft durch Drogenhandel und Psychopharmaka. Hierbei haben wir es mit dem Phänomen zu tun, dass Drogen und Medikamente eine besondere Form der Simulation hervorrufen können, welche uns immer weniger zwischen Fiktion und Wirklichkeit unterscheiden lässt.

Killer-Videospiele, Waffenfetischismus, soziale Probleme, ungerechte Behandlung, Rechtsradikalität, Alkohol und Psychopharmaka sind ohne Frage die Ursachen für reale "Ego-Shootings", die anders als ihre virtuellen Pendants nicht reversibel sind. Die Täter verwechseln bei ihren Taten Fiktion und Wirklichkeit, d.h. sie befinden sich oftmals in einem quasi unbewussten Zustand, während sie ihre Taten begehen.

Die Unumkehrbarkeit dieser Verbrechen macht diese zu einer unmenschlichen Barbarei, die immer größere Opferzahlen hervorbringt. Dass ein Einzeltäter nahezu 100 Menschen umbringen kann, wenn er entsprechend mit Waffen trainiert ist, ist nichts Neues. Schon die Spartaner haben überlegene Kämpfer ausgebildet, die es mit einer Übermacht an Feinden aufnehmen konnten, nur mit dem Unterschied, dass diese bewaffnet waren. Heutige Einzeltäter treffen auf unbewaffnete Menschen und können deshalb nicht nur einige wenige töten, sondern, wenn diese über genügend Munition verfügen, Blutbäder ungeahnten Ausmaßes anrichten.

Die Simulation stellt die Differenz zwischen "Wahrem" und "Falschem", "Realem" und "Imaginärem" auf den Prüfstand. Was passiert mit dem Menschen, wenn er sich nur noch Simulationen hingibt? Glaubt er an die Illusion, dass, wenn er tötet, er nicht real tötet, sondern nur fiktiv? Jean Baudrillard hat sich mit dieser Frage intensiv auseinandergesetzt. Er unterscheidet verschiedene historische Formen von Simulakren (Imitation, Produktion, Simulation) und beschäftigt sich besonders mit dem Simulakrum, bei dem es unmöglich geworden ist, zwischen Original und Kopie, Realität und Fiktion, Vorbild und Abbild zu unterscheiden. "In Requiem für die Medien entwarf Baudrillard 1972 eine Art "Anti-Medientheorie", bei der er feststellte, dass gegenwärtig die Bilder der Wirklichkeit, die vor allem über die Massenmedien vermittelt werden, wichtiger und wirklichkeitsmächtiger geworden sind als die Wirklichkeit selbst."1

Für Amokläufer und Menschen, die Massaker begehen, gilt hier das Theorem, dass das Morden in fiktiven Welten wirklicher ist als die Realität, weshalb der Täter, wenn er den Mord in der wirklichen Welt vollzieht, die Konsequenzen seines Handelns nicht mehr abschätzen kann.

Dies gilt auch für die US-Attentäter von Oklahoma City, die mit einem aus Ammoniumnitrat (Mineraldünger) und mehreren hundert Litern Nitromethan (Dragster-Kraftstoffzusatz) selbst hergestelltem Sprengsatz im Jahr 1995 168 Personen mit in den Tod rissen. Der Sprengstoffanschlag in Oslo erinnert fatal an diesen Anschlag, auch wenn dort glücklicherweise nur 7 Menschen ums Leben kamen.

"Die durch die Medien simulierte Welt ist zu einer Scheinwelt, zum Simulakrum geworden, die in Form einer Hyperrealität die wirkliche Welt verdrängt."2 Der Mord in der realen Welt wird für den Massenmörder damit zu einem Nichtereignis, da er gefangen in seiner reversiblen Welt des Simulakrons den Tod als Fiktion denkt, während er für die Angehörigen eines Blutbades zur irreversiblen Gewissheit wird. Für den Mörder sind alle Hypothesen zugleich umkehrbar und damit potentiell wahr (oder falsch).

Es liegt auf der Hand, dass der Einsatz von Medikamenten und Drogen eine solche Denkweise nicht nur unterstützt, sondern im Zustand der Enthemmung geradezu salonfähig macht. Deshalb schrieb Baudrillard folgerichtig: "Wir bewegen uns nämlich in einer Logik der Simulation, die mit einer Logik der Fakten und einer Ordnung der Gründe nichts mehr zu tun hat." Damit wird der Tod, sei es durch Passagierflugzeuge, die zu Raketen umfunktioniert werden, Drogenkriege, Amokläufer oder Massenmörder zu einem trügerischen Schein, dessen letzter Konsequenz der Irreversibilität wir nur entkommen könnten, wenn, wie im Buch des amerikanischen Autors Daniel F. Galouye "Simulacron 3" von 1964, unsere erlebte Welt selbst nur ein Simulakron wäre. Die Filme "Welt am Draht" (1973) von Rainer Werner Fassbinder, "The 13th Floor" (1999) sowie der Film "The Matrix" (1999) haben diese Thematik aufgegriffen.

In diesem Kontext kann man auch begreifen, warum Baudrillard die Terrorattacken von 9/11 als Simulation begriff, da sie das Unvorstellbare zum Vorstellbaren avancieren ließen. Bis zur Ermordung von mehr als 90 Menschen war ein norwegisches 9/11 ebenso unvorstellbar wie das New Yorker Vorbild. Für Baudrillard lag die Gefahr solcher Ereignisse darin, dass sie die Freiheit noch weiter untergraben und Norwegen jetzt wie zuvor Amerika der Gefahr unterliegt, dass sich wegen solcher Ereignisse der Staat in einen Polizeistaat mit totaler Kontrolle transformieren könnte.

Für Amy Winehouse, einem prominenten Opfer der Drogenmafia!

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