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Was haben Diesel-Skandal, autonomes Fahren und das Ende des billigen Öls miteinander zu tun?

Honda-Dieselmotor 1.6 i-DTEC. Bild: heise Autos

Ist der Dieselmotor nach dem VW-Skandal das Problem? - Ein Kommentar

Mein erster Beitrag zu diesem Thema wurde am 17.10.2015, also bald vor zwei Jahren, veröffentlicht (vgl. Ist der Dieselmotor nach dem VW-Skandal das Problem? [1]). Ich versuche, ihn vier Punkten zusammenzufassen und ergänze ihn anschließend:

Die lautstark verkündeten Schlussfolgerungen des so genannten "Dieselskandals" stehen in keinem vernünftigen Zusammenhang mit dem Anlass der Nachricht. Wenn ein Unternehmen Steuergeräte manipuliert, dann ist nicht ersichtlich, warum deshalb eine Antriebsart (der Dieselmotor) Stück für Stück aus dem Verkehr gezogen werden soll. Entweder muss das betreffende Unternehmen oder müssen alle Unternehmen solche Manipulationen in Zukunft unterlassen oder die Norm muss so angepasst werden, dass die geforderten Werte mit vertretbarem Aufwand (den der Kunde ja am Ende auch mit tragen muss und die auch ihrerseits ökologische Folgen haben) eingehalten werden können.

Die Tatsache, dass Unternehmen Abgaswerte manipulieren, lässt keine Aussage über die Umweltschädlichkeit der betreffenden Werte zu. Das muss getrennt betrachtet werden. Die gegenwärtigen Abgasnormen bürden speziell dem Dieselmotor so harte Auflagen auf, dass deren Einhaltung den Dieselmotor wirtschaftlich benachteiligen und dass sich darüber hinaus der Wirkungsgrad des Dieselmotors verschlechtert, wodurch sich der Verbrauch an Erdöl also erhöhen wird.

Während ein einzelner Stoff (Stickoxid) in das Zentrum der Betrachtung gerückt wird, werden andere Skandale, die seit über zehn Jahren bereits in der gesamten Presse dokumentiert waren und die nach demselben Muster erfolgten, vollständig ausgeblendet. Die Rede ist davon, dass beispielsweise die Verbrauchswerte und damit der CO2-Ausstoß über Anpassung der Steuergeräte an Testsituationen so manipuliert werden können, dass Autos heute im Durchschnitt (!) 42% mehr Treibstoff benötigen, als im Normverbrauch angegeben [2]. 2000 waren das noch 15%.

Die Schädlichkeit von Stickoxiden wird also von den Medien und der Justiz erheblich höher bewertet, als die Folgen von CO2-Ausstoß und vor allem von Ressourcenverschwendung in erheblichem Maße. Während Stickoxid und seine Nachprodukte innerhalb kürzester Zeit von der Erde verschwinden, bleiben die Folgen von CO2-Ausstoß und Ressourcenverbrauch auf sehr lange Zeit und für nachfolgende Generationen erhalten. Während Stickoxide lokal wirken, sind die Auswirkungen der Ressourcenverschwendung weltweit wirksam. Dabei würde der Dieselmotor in Verbindung mit kleineren, leichteren und aerodynamischen Karosserien die beste Kombination zur Reduktion der Erdölverschwendung oder zur Reduktion des CO2-Ausstoßes von PKW bieten.

Die gegenwärtige Forderung nach Elektro- und Wasserstoffautos dient eventuell primär dazu, von wichtigen Themen abzulenken. Wissend, dass sich Elektro-Autos mittelfristig nicht in die Breite durchsetzen können und dass diese mittelfristig auch keinen entscheidenden ökologischen Beitrag leisten können, werden sie ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gerückt, wohingegen Anstrengungen, kleinere, leichtere und sparsamere Autos zu fördern, unterbleiben und vollständig aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden. Im Gegenteil verkünden Think-Tanks wie Roland Berger, dass der Diesel speziell von den kleinen PKWs eliminiert werden würde, wohingegen der Diesel zur Reduktion des Verbrauchs von großen Limousinen, Geländewagen und Minivans en vogue bleiben solle.

Es scheint, als solle der Tod des 3-Liter-Autos mit aller Kraft besiegelt und ein Revival dieser hoffnungsvollen Gattung unter allen Umständen verhindert werden. Dabei hätte das 3-Liter-Auto im Gegensatz zu Elektroautos ein Potential, sehr rasch sehr viel CO2 zu sparen oder den Erdölverbrauch zu verringern, weil dieses leichter in großen Stückzahlen verkauft werden könnte. Voraussetzung wäre freilich eine positive Bewertung der 3-Liter-Autos durch Presse und Nichtregierungsorganisationen und eventuell eine sehr zaghafte Förderung durch den Gesetzgeber.

Elektroautos hingegen benötigen Unmengen an Seltenen Erden, Kupfer und anderen wertvollen Ressourcen zu ihrer Herstellung. Da durch die Bekämpfung der Solarenergie in Deutschland der fossile Anteil in der Stromproduktion auf viele Jahre hinaus festgeschrieben wurde, sind Elektroautos definitiv auf lange Sicht ökologisch merklich schädlicher als vergleichbar große mit Verbrennungsmotoren angetriebene Autos. Elektromobilität macht nur Sinn in Verbindung mit Zweirädern oder sehr kleinen leichten Autos.

Eine Reduktion des Erdöl- und Erdgasverbrauchs wäre gegenwärtig aus ökologischer Sicht allerhöchstes Gebot, weil beim Erdöl das Maximum der weltweiten Förderung im Jahr 2006 unwiederbringlich überschritten wurde und beim Erdgas in sehr naher Zukunft überschritten werden wird. Die Ersatzstoffe für konventionelles Erdöl und Erdgas sind bei der Förderung mit extremen Umweltbelastungen und humanitären Katastrophen verbunden. Die Rede ist von Fracking-Öl und -Gas, von Öl aus Sand, von Tiefseebohrungen und von Treibstoffen, die aus Nahrungsmitteln hergestellt werden und so zu Hunger führen.

Würden alle Agrarflächen dieser Erde rechnerisch zum Anbau von Raps verwendet werden, könnte mit dem daraus gewonnenen Rapsöl ein Sechstel des Weltenergiebedarfs gedeckt werden - und wir hätten nichts mehr zu essen. Die Energie einer Tankfüllung eines SUV würde genügen, um den Hunger eines Menschen für ein Jahr zu decken. Würden wir hingegen unseren Verbrauch an fossilen Energien Stück für Stück reduzieren, könnten wir auf die extrem umweltschädliche Herstellung nicht konventionellen Erdöls und Erdgases verzichten. Dies aber wird durch die gegenwärtigen Scheindiskussionen entgegen der vorgeblichen Intention verhindert.

Fahrverbote sind ökologisch nicht zu rechtfertigen

Die Aufmerksamkeit der Medien für den Skandal ist ebenso wie die verhängten Strafen gelinde gesagt bemerkenswert. Es ist für mich auch nicht wirklich transparent, warum mit VW ein einzelner Hersteller bestraft wird, wohingegen vielen andere Hersteller in ähnlicher Weise faktische Überschreitung der Abgaswerte nachgewiesen werden konnten.

Ich bin nicht der einzige, der in dem Vorgehen einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland wähnt. Das ist aber nur die eine Seite. Weiterhin wird der so genannte "Dieselskandal" seit mittlerweile über zwanzig Monaten im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit gehalten. Praktisch täglich bringen viele Medien auf den vorderen Seiten Berichte über diesen Skandal und praktisch jedes Mal werden diese Berichte mit Forderungen nach Elektroantrieben oder Hybridantrieben verbunden. Nun werden in diesem Zusammenhang weitere Fahrverbote diskutiert.

Die Steigerung ins Absurde sind die neuerlichen Ankündigungen, dieselbetriebene PKWs quasi vollständig zu verbieten.

2008 war das erste Mal, dass bestehenden Autos der Zugang zu so genannten "Umweltzonen" verwehrt wurde. Bis 2008 ist mir kein Fall bekannt, dass die Nutzung eines Autos, welches rechtmäßig erworben worden war und welches im Wesentlichen die Produkteigenschaften besaß, die zum Zeitpunkt des Kaufs Stand der Technik waren, durch Gesetze eingeschränkt wurde. Bis dahin galt so etwas wie ein Bestandschutz, der gewährleistete, dass ein einmal auf dem Stand der Technik gekauftes Produkt so lange genutzt werden konnte, wie es sich technisch in halbwegs gutem und sicherem Zustand befand.

Nun halte ich es generell für denkbar, dass ein Produkt, dass die Umwelt so stark belastet, wie es beim Auto der Fall ist, auch im Interesse der Gemeinschaft reglementiert wird. Nur müssen dann der Nutzen und die Einschränkung der individuellen Freiheit sorgsam gegeneinander abgewogen werden. Eine so gravierende Beschränkung der Freiheitsrechte muss oder sollte im Interesse der Gemeinschaft sehr sauber begründet und nur im Fall von sehr gravierenden drohenden Schäden für Gesundheit oder Umwelt verfügt werden. Selbst in Wikipedia steht zu den Umweltzonen, dass deren Einrichtung mangels sachlich fundierter Begründung umstritten war.

Aber jetzt geht es noch einen Schritt weiter. Nun steht im Raum, dass Dieselfahrzeuge generell aus gewissen Zonen ausgeschlossen werden sollen [3]. Die Aussagen sind relativ unpräzise, im Raum steht eine blaue Plakette, die auch Dieselfahrzeugen den Zutritt ermöglichen sollen - aber niemand weiß etwas genaues und die besagten Ankündigungen führen jetzt dazu, dass verunsicherte Kunden sich gar nicht mehr trauen, Diesel-Fahrzeuge zu kaufen, weil ja sogar Fahrzeuge, die bereits heute gekauft werden, potentiell von dem Verbot betroffen sein könnten.

Bei kaum einer Meldung bleibt die Erwähnung der Feinstäube aus. Dies ist eine subtile Art des Betrugs. Die gut informierten Journalisten wissen mittlerweile, dass heute der Benziner mehr Ruß emittiert als der Diesel, weil die modernen Benzin-"Otto"-Motoren bereits ebenfalls Direkteinspritzer sind, aber im Gegensatz zu den Diesel-Direkteinspritzern keine Rußfilter haben. Daher schreibt auch kein Autor mehr, dass der Diesel rußen würde, aber jedes Mal wird die Überschreitung von Feinstaubwerten in Verbindung mit den drohenden erweiterten Verboten für Dieselfahrzeuge erwähnt.

Die wenigsten Menschen wissen, dass der Diesel heute weniger rußt als Benziner - und so ist offenkundig der naheliegende gegenteilige Fehlschluss gewollt, was ich als Betrug bezeichne.

Stickoxide

Zu den Stickoxiden sollte man wissen, dass die eigentlich gesundheitsschädlichen Produkte, nämlich bodennahes Ozon und Salpetersäure, erst viele Stunden oder Tage später entstehen, wenn nämlich die Luft schon lange nicht mehr am Ort der Entstehung verweilt, sondern sich in der Regel in ländlichen Gebieten befindet. Klar umgrenzte Zonen sind demnach zur Schonung der Gesundheit der Bewohner dieser Zonen weitgehend unwirksam.

So unangenehm diese Stoffe einschließlich des Stickoxids selber sind, so sollten wir uns gewahr sein, dass wir heute durch bereits ältere Normen (beispielsweise Euro 4) eine maßgeblich verringerte Belastung an Stickoxiden haben und es sollte den Menschen bewusst sein, dass Stickoxide und ihre Folgeprodukte (Ozon und Salpetersäure) innerhalb kürzester Zeit vollständig vom Erdboden verschwunden sind, also keine ökologische Hinterlassenschaft für Nachkommen darstellen.

Dies ist jedoch mit dem CO2 und dem Verbrauch fossiler Energien und anderer Ressourcen entgegengesetzt. Diese Folgen sind in Zeiträumen von Jahrzehnten oder Jahrhunderten unwiederbringlich zu tragen.

Eine angemessene Diskussion oder Begründung der angekündigten Verbote bleibt im besagten Fall aus. Der immer wieder zitierte Anlass sind Tricksereien aller oder mancher Autohersteller zur Umgehung von Normen, die genau betrachtet alleine aus Umweltgesichtspunkten bereits fragwürdig sind. Es werden ausgerechnet die Käufer von energieeffizienten und aus dieser Sicht eben umweltfreundlichen Fahrzeugen bestraft. Es wird ein Zwang oder ein Antrieb zum Neukauf von PKW geschaffen, mit enormen ökologischen Folgen, die aber maßgeblich außerhalb Europas, maßgeblich bei der Gewinnung von Ressourcen in Drittweltländern geschehen.

Per Gesetz wird verfügt, zur Abwendung von überschaubaren lokal und zeitlich begrenzten ökologischen Schäden, dauerhaft und weltweit wirksame Umweltschäden in Kauf zu nehmen.

Diese Einschnitte in die Freiheit der Bürger und diese Zwangsmaßnahmen mit gesamtheitlich ökologisch nachteiliger Wirkung, sind ein Betrug und nicht zu rechtfertigen!

Cui Bono - Wem nutzt der ganze Wahnsinn?

Dass wir in der Politik im Allgemeinen häufig betrogen werden, verstehen heute sehr viele Bürger. In der Regel sehen wir nur die "böse Industrie", die sich von diesen Betrügereien irgendeinen Profit verspricht. Im Falle der Fahrverbote für Dieselfahrzeuge älteren Herstellungsdatum wäre dieser Nutzen auch noch zu vermuten.

Systematische Verbrauchstäuschung

Aber die wenigsten Bürger verstehen, dass ein Autohersteller eigentlich kein Interesse daran haben dürfte, dem Kunden ein Auto zuzumuten, welches unnötig viel Sprit verbraucht, welchen die Autohersteller ja nicht im Angebot haben. Und genau dies ist eindeutig die Folge der bereits umgesetzten und der nun angekündigten Bestimmungen.

Der Treibstoffverbrauch wird, wenn wir alle Abgasbestimmungen, die über ein vernünftiges Maß hinausgehen und die verhindern, dass sich treibstoffeffiziente Dieselfahrzeuge weiter verbreiten, zusammenrechnen, ohne weiteres um einen zweistelligen Prozentbetrag gesteigert. Die systematische Verbrauchstäuschung um durchschnittliche 42% gegenüber den Verbrauchsangaben wird im Gegensatz zum sogenannten Dieselskandal nicht thematisiert, neue Gesetzesentwürfe sollen sogar die Diskrepanz zwischen Verbrauchsangabe und Realität festlegen.

Wir können ausrechnen, dass sich das durchschnittliche Fahrzeuggewicht gegenüber den 70er Jahren ohne weiteres um 50% oder mehr vergrößert hat, ebenso wie die für den Luftwiderstand relevante durchschnittliche Fahrzeughöhe und Querschnittsfläche. Wir können feststellen, dass die Presse mit großer Begeisterung Geländewägen und Minivans für Kleinfamilien hoffähig gemacht hat, obwohl wir bereits 2006 den Peak für konventionelles Erdöl überschritten haben.

Der Durchschnittsverbrauch wird, gemessen an den eigentlichen Kundenbedürfnissen, heute bei 60% bis auch unter 50% des früheren und heutigen Treibstoffverbrauchs liegen. Eine Vereinigung aus ökologisch engagierten Gesetzgebern und freien Medien hätte es in der Hand, das Konsumverhalten der Konsum-Schäfchen in diese Richtung zu beeinflussen - oder besser gesagt eine gegenteilige Beeinflussung zu vermeiden. Eine derartige Verbrauchsminderung (die ja in anderen Bereichen in gleicher Weise möglich wäre) könnte verhindern, dass wir in den nächsten Jahren Öl aus Nahrungsmitteln produzieren oder Öl durch Fracking, Tiefseebohrungen oder Ölsanden produzieren müssten.

Ferner würde eine derartig weitsichtige Politik die wirtschaftliche Basis für die Automobilindustrie auf längere Sicht sichern, was die gegenwärtige Politik definitiv nicht tut.

Die an der Erdölförderung beteiligten Akteure wollen sich vielleicht die letzten Tropfen des in den nächsten Jahrzehnten langsam versiegenden Erdöls vergolden lassen - und das geht nur mit Konsumenten, die in eine Abhängigkeit von einem übermäßigen Konsum getrieben worden waren. Aber auch dieser wirtschaftliche Nutzen ist eventuell nur ein Teil der wirklichen Interessen.

Mich persönlich erinnern die zunehmenden Verbote und Freiheitseinschränkungen sehr an die Vorgehensweise mit dem Terrorismus: Die Freiheitseinschränkungen eines Herrn Maas, die in Salamitaktik eingefädelte Handgeldabschaffung (Stichwort: "Bargeldobergrenze") und der drohende Zwang zum Chippen, die Einschränkung der Demonstrationsrechte und all die weiteren gegenwärtig eingeführten Maßnahmen, die den Eindruck erwecken, dass wir uns auf dem Weg in eine Diktatur befinden.

Im Falle des Autos hat gerade eine von der Bundesregierung eingesetzte "Ethik-Kommission", die offenkundig über naturgesetzlich wirksame ethische Zusammenhänge fachkundig ist, festgestellt, dass autonomes Fahren "ethisch geboten" sei. Das heißt nichts anderes, als dass in Zukunft nicht mehr erlaubt sein sollte, Autos und eventuell andere Verkehrsmittel selber zu steuern.

Wir stehen vor einer Welt, in der wir nur noch Autos nutzen dürften, die faktisch geeignet sind, dass beispielsweise Geheimdienste über das Internet das Auto kapern, uns per "Kindersicherung" einsperren und an einen beliebigen Ort ihrer Wahl fahren können. Die technischen Voraussetzungen für das, was ich hier postuliere, ohne es technisch beweisen zu können, besitzt bereits jeder neue Tesla. Im Internet finden sich bereits Videos über Autos, die per Internet-Fernsteuerung irgendwelche Kunststücke vollführen, die der Fahrer nicht mehr beeinflussen kann.

Vor diesem Hintergrund halte ich es für bedeutsam, dass wir uns nicht mehr permanent mit falschen Argumenten für all die weiteren Einschränkungen unserer Freiheit abfinden. Wir sollten uns nicht in verlogenen Schein-Sach-Diskussionen über ökologische Scheinmotive einwickeln lassen. Ich würde mir sehr wünschen, dass Bürger zu solchen Themen ohne weitere Sachargumente feststellen, dass solche Regeln diktatorisch seien und dass diese Bürger diese Gesetzesvorstöße daher vehement ablehnten. Punkt!

Ach ja, es gäbe noch eine weitere sinnvolle Schlussfolgerung: Richten Sie, wenn Sie mir folgen wollen, Ihr Leben so ein, dass Sie einfach keine Autos mehr benötigen. Sehen Sie zu, dass Ihr Arbeitsplatz in Fahrrad-Reichweite von Ihrer Wohnung entfernt ist.

Ich persönlich bin Zeit meines Lebens Autoenthusiast gewesen, habe selber Autos entwickelt. Ich war aber nie wirklich Eigentümer eines Autos, hatte nur sehr kurze Phasen den Besitz eines solchen. Ich gehöre zu den Leuten, die die Stickoxide täglich auf der Straße als Radfahrer einatmen. Aber mein primäres Interesse gilt einer gesunden Erde und einer noch langen glücklichen Zeit der Menschheit auf dieser Erde. Und ich sähe bei einem gemeinsamen Anpacken der technischen Probleme auch überhaupt kein Problem darin, dass auch 8 Milliarden Menschen über viele hundert Jahre glücklich auf dieser Erde leben könnten, wenn sie das wollten und sich dafür einsetzen würden.

Ich bin diesbezüglich freilich nicht allzu optimistisch, um offen zu sein. Aber ich weiß, dass jede kleine Verbesserung geeignet ist, das drohende Unheil zu lindern. Und in diesem Sinne wünsche ich mir, dass sich viele Bürger gegen diesen Betrug verwehren, dass sie die kleinsten Fahrzeuge erwerben, die gerade ihre dringendsten Anforderungen erfüllen, dass sie überwiegend Dieselfahrzeuge kaufen, um Erdöl zu sparen, dass sie aus demselben Grund relativ kleine und gut wärmegedämmte Wohnungen bewohnen und ganz allgemein sehr sparsam und bewusst konsumieren. Und ich wünsche, dass die Regierenden solchen hanebüchenen Quatsch nicht durchbringen, weil ein paar Experten und Interessierte laut schreien!


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[3] http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/muenchen-dieter-reiter-stellt-diesel-fahrverbot-in-aussicht-15060624.html