Wie China und Facebook unsere Überwachung befördern

Unterstützt von Telepolis: Zum zehnten Mal wurden die Surveillance-Studies-Preise an Nachwuchswissenschaftler vergeben

Zum zehnten Mal wurden unlängst die Surveillance-Studies-Preise. Pandemiebedingt wurde die Entscheidung und Preisverleihung vom Januar in den Juni verlegt. Das Hamburger Netzwerk Surveillance Studies wird diesen Turnus auch in Zukunft so beibehalten.

In diesem Jahr wurden die Preise in zwei Kategorien vergeben: Zum einen wurde der jährliche Preis für journalistische Arbeiten verliehen, dessen Preisgeld von 1.000 Euro von Telepolis gestellt wird. Vergeben wurde zum anderen der alle zwei Jahre ausgelobte Preis für Fachpublikationen von Nachwuchswissenschaftler:innen. Die Preise werden von zwei unabhängig voneinander tagenden Jurys vergeben.

Bei der Auszeichnung für die journalistische Arbeiten lag in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf dem Thema Corona. Es ging um die Eindämmung von Viren, aber auch die Überwachungsmaßnahmen im Zuge der Pandemiepolitik.

Überraschend war, dass es eine überschaubare Zahl von Einsendungen gab, die sich explizit mit diesem Thema beschäftigt haben. Vielleicht war es noch zu früh oder die Verbindung von Gesundheit, Kontrolle und Überwachung, die sich in der Pandemie als hochvirulent gezeigt hat, hat sich noch nicht als Objekt der Berichterstattung über Expertenzirkel hinaus durchsetzen können.

Überwachung und Kontrolle in der journalistischen Berichterstattung sind außerdem häufig mit dem Thema Technik verbunden. Da die Corona-Warn-App eher ein Schattendasein in der Pandemie gefristet hat und - Ebenso wie die Luca-App - erst nach Einsendeschluss zum Thema wurde, gab es hier eher weniger Anschlusspunkte.