World Terrorism Index

Studie listet auf, in welchen Ländern die größte Terrorgefahr herrscht. USA stehen an vierter Stelle

Laut einer heute veröffentlichten Studie des in London ansässigen World Markets Research Centers sind die USA ein Top-Ziel für Terroranschläge:

Von 186 aufgelisteten Länden ist die Terrorgefahr lediglich in Kolumbien, Israel und Pakistan höher als in den Vereinigten Staaten. Der so genannte "World Terrorism Index", vorgestellt in der gestrigen Ausgabe der New York Times, hat konkret untersucht, in welchem Ausmaß 500 öffentliche und private multinationale Organisationen dem Risikos eines Terroranschlages ausgesetzt sind.

Unter den Kunden ist die Europäische Kommission, die Organisation der erdölexportierenden Länder, General Motors, Microsoft, Intel, Pfizer, Procter & Gamble und Shell. Ein Anschlag im Stile des 11. September, so der Report, sei sehr wahrscheinlich, da das militärische Eingreifen der USA in Afghanistan und Irak den Hass von militanten Islamisten geschürt habe.

In diesem Zusammenhang verwundert es nicht, dass Großbritannien mit Platz 10 "Spitzenreiter" unter den europäischen Ländern ist. Deutschland steht in der Liste an 41. Stelle. Nordkorea bildet mit Platz 186 das Schlusslicht und gilt somit, gefolgt von Island, als Land, in dem ein Terroranschlag am unwahrscheinlichsten ist. Rang 184 -181 nehmen Andorra, Weißrussland, Liechtenstein und Slowenien ein. An der Spitze der Liste folgen nach den Philippinen auf dem fünften Rang Afghanistan sowie Indonesien, Irak und Indien.

Die fünf Kriterien, auf die sich der Report stützt, sind die Motivation von Terroristen, die Präsenz von Terrorzellen, Ausmaß und Häufigkeit von Anschlägen in der Vergangenheit, die Effizienz bei der Beschaffung und Organisation von Waffen sowie die Fähigkeit der Regierung, Terror zu verhindern. Der Index soll Investoren helfen, sich für oder gegen bestimmte Länder zu entscheiden. (Michaela Simon)

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