Zehn- bis Vierzehnjährige: "Bis zu 10,3 Stunden pro Tag mit Handy, Tablet und Co"

Der soziale Hintergrund

Der Artikel der österreichischen Zeitung macht darüber hinaus auf einen bereits bekannten Zusammenhang aufmerksam: Der soziale Hintergrund spiele zwar keine Rolle bei der Anzahl an Unterhaltungsmedien, die den Heranwachsenden zur Verfügung stehen, aber sehr wohl sei er ausschlaggebend bei der Verwendungsdauer. Die betrage 12,8 Stunden (täglich) unter der Woche und 15 Stunden am Wochenende bei Kindern mit Migrationshintergrund und 9,5 und 10,8 Stunden bei Kindern ohne Migrationshintergrund.

Noch deutlicher werden die Unterschiede sichtbar, wenn man den sozioökonomischen Status der Kinder betrachtet. In Haushalten, in denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, verbringen die Jugendlichen die geringste Zeit mit Medienkonsum, nämlich durchschnittlich 7,4 Stunden pro Tag

Der Standard

Ähnliches zeige sich bei "Sport und Bewegung". Kinder aus Akademikerhaushalten "bewegen sich rund 6,2 Stunden pro Woche", der Vergleichswert bei Familien ohne akademischen Hintergrund liege bei durchschnittlich 4,6 Stunden.

Gleichwohl bleibt der Unterschied beider wöchentlicher "Bewegungs"-Durchschnittswerte gegenüber der täglichen Nutzungszeit von Medien der eklatante Unterschied. Die Studie stellt fest, dass starker Medienkonsum, ein hoher BMI-Wert und Migrationshintergrund mit geringerer sportlicher Aktivität und weniger motorischen Fähigkeiten der Jugendlichen einhergehe. Mit dem Zusatz, dass eine eindeutige Kausalität "allerdings nicht nachweisbar" sei.

Elterliche Ratschläge? Haustiere anschaffen, damit die Hoffnungsträger im Umgang mit scheuen Wellensittichen Geduld lernen und Ausdauer und Pflegedienste? Jede Gelegenheit zum Ausflug und langen Märschen rücksichtslos nutzen? Selbst ein Beispiel geben und nicht zehn Stunden am Tag vor dem Bildschirm verbringen? (Thomas Pany)

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