AKW Krümmel musste am Samstag erneut abgeschaltet werden

Umweltgruppen fordern die endgültige Stilllegung des Pannenreaktors.

Am Mittwoch erst war das Pannen-AKW Krümmel automatisch abgeschalten worden. Erst am 19. Juni war das Atomkraftwerk nach einer zweijährigen Stilllegung wieder ans Netz gegangen. Schuld an dieser Panne sei ein Mitarbeiterfehler – ein fehlerhaft eingestelltes Ventil – gewesen, kein technischer Defekt..

"Das offenbart die Unzuverlässigkeit des Betreibers", kritisierte Mathias Edler von Greenpeace. "Wenn in einem hochriskanten AKW einfach unbemerkt irgendwelche Hebel und Schalter umgelegt werden können, dann ist das Grund genug, dem Betreiber die Lizenz zu entziehen und den Reaktor endgültig stillzulegen."

Am Mittwoch fuhr das Kraftwerk dann nach Angaben des Betriebers Vattenfall mit halber Last. Heute Mittag ist, wie es bei Vattenfall heißt, das Atomkraftwerk "durch eine Reaktorschnellabschaltung vom Netz gegangen. Ursache war nach bisheriger Erkenntnis eine Störung in einem der beiden Maschinentransformatoren des Kraftwerks. Die Anlage befindet sich in stabilem Zustand, die Stromversorgung des Kraftwerks erfolgt zurzeit über das Fremdnetz." Die Probleme, die schon vor zwei Jahren zur Abschaltung führten, scheint Vattenfall trotz ausgiebiger Reparaturzeit nicht in den Griff zu bekommen.

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