Ackermann macht 4,8 Milliarden Verlust

Quartalsergebnis der Deutschen Bank deutlich schlechter als erwartet

Prahlte der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann im letzten Jahr noch, er würde sich "schämen", wenn er Gelder aus dem staatlichen Bankensubventionspaket annehmen müsste, so gab er heute in einer Pflichtmitteilung für die Börse zu, dass er im vierten Quartal 2008 mit dem Geld fremder Leute 4,8 Milliarden Euro Verlust erwirtschaftet hat. Mit den anderen drei Quartalen verrechnet, ergibt das für die Deutsche Bank ein Negativergebnis von 3,9 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr Minus, als selbst skeptische Analysten erwarteten, die in den vergangenen Tagen und Wochen häufig über eine ausgeglichene Bilanz spekuliert hatten.

Endgültig soll das bisher nur vorläufige Ergebnis am 5. Februar veröffentlicht werden. Bereits Indirekte-Teilverstaatlichung-Post-soll-Ackermann-retten/460491.html: vorher war bekannt geworden, dass die Regierung über die Post indirekt bei der Deutschen Bank einsteigen wird. Ackermann und das von ihm geführte Geldinstitut hatten in der Vergangenheit mehrfach Aufsehen erregt, weil er und andere Manager sich extrem hohe Gehälter und Bonuszahlungen genehmigt und dies mit "Verantwortung" begründet hatten.