Ärger für Vattenfall

Fernwärmetrasse in Hamburg Altona vorerst gestoppt. Hintergrund ist der Kraftwerksbau in Hamburg Moorburg

Schlechte Nachrichten für Vattenfall: Um sein Riesenkraftwerk in Hamburg Moorburg zu bauen, muss eine neue Trasse für die Fernwärmeversorgung gelegt werden. Wenigsten ein kleiner Teil der in dem 1800-Megawatt-Kraftwerk anfallenden Abwärme könnte so genutzt werden. Die Trasse ist allerdings bei den Hamburgern wie berichtet ebenso wenig beliebt wie der Kraftwerksbau, weshalb einige von ihnen vor Gericht gezogen sind.

Dort haben sie nun einen ersten Erfolg erzielt: In einer Vorentscheidung hat das Oberverwaltungsgericht der Hansestadt am Mittwoch einen vorläufigen Baustopp verhängt. 400 Bäume und der Frieden der Anwohner, die gemeinsam mit Umweltorganisationen geklagt hatten, sind so mit sicher, bis die Richter nach der Hauptverhandlung ihr Urteil fällen, ob die Genehmigung der 12 Kilometer langen Trasse durch die städtische Umweltbehörde rechtens gewesen ist. Das geht aus einem Bericht von altona.info, einem örtlichen Internetportal hervor.

Bei den Mitgliedern von Robin Wood, die nach eigenen Angaben seit dem 18. Dezember letzten Jahres ununterbrochen in einigen der bedrohten Bäume ausgeharrt haben, ist die Freude groß. In einer Pressemitteilung bewerten sie die OVG-Entscheidung als "Riesen-Erfolg für den gemeinsamen und schnell wachsenden Widerstand gegen die Trasse und gegen die Klimakillerpolitik von Vattenfall". Die Aktivisten machen keinen Hehl daraus, dass es ihnen letztlich darum geht, den Bau in Moorburg auf dem anderen Elbufer zu verhindern. Bei BUND, der die Klage organisiert hatte, [http://bund-hamburg.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen_hamburg/detail/artikel/-d397f1e68b/?tx_ttnews[backPid]=4671&cHash=57d4e3a84f sieht] man das vermutlich ähnlich, aber formal geht der Streit darum, ob der massive Kahlschlag,mit dem erheblich in einen Park im Stadtteil Altona eingegriffen werden soll, ohne Planfeststellungsverfahren, möglich ist.

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