Aktienkurse brechen weiter ein

In Asien schließen die Börsen erneut im Minus. Auch in Europa geht es weiter abwärts. Erneuerbare besonders stark betroffen

Abwärts und immer nur abwärts geht es seit Donnerstag an den Aktienmärkten rund um den Globus. Am gestrigen Sonntag hatten schon die Börsen am Golf und in Israel, an denen an diesem Tag gehandelt wird, gezeigt, dass der Trend noch nicht gebrochen ist, und am Montag setzte sich der Sturzflug in Fernost fort.

Dort sorgten vor allem der drastische Kursverfall an den beiden großen chinesischen Börsen für schlechte Stimmung. In Shanghai schloss der Index mit einem Minus von 8,5 Prozent. Gegenüber dem bisherigen historischen Höchststand, der im Juni 2015 erreicht wurde, ist das ein Minus von rund 32 Prozent.

Allerdings hatte der Index dieses Volumen erst in den Vormonaten zuvor gewonnen. Der jetzige Kurssturz führt ihn auf das Niveau von Anfang des Jahres zurück.

Ganz ähnlich verhielt sich die Börse in Hongkongs Schwesterstadt Shenzhen, wo der dortige Index um 7,5 Prozent verlor. Insgesamt liegen beide Indizes noch immer etwa 40 Prozent höher als vor einem Jahr.

Der Business Insider aus Großbritannien zitiert chinesische Zeitungen, die dennoch von Chinas schwarzem Montag sprechen. Dabei handelt es sich – berechtigt oder nicht – um eine Anspielung auf den sogenannten schwarzen Donnerstag am 24. Oktober 1929, an dem der Dow-Jones-Index an der New Yorker Börse in einer Panik zusammenbrach. (Hierzulande wird meist vom "schwarzen Freitag" gesprochen, da die Nachrichten Europa wegen der Zeitverschiebung erst am Folgetag erreichten.)

Anderswo in Asien und Ozeanien ging es ebenfalls weiter bergab. In Südkorea und Taiwan fielen die Verluste mit knapp 2,5 Prozent noch moderat aus. In Australien, Japan, Singapur, Thailand und Hongkong lag der Rückgang jeweils zwischen 3,6 und 4,8 Porzent und den Spitzenreiter außerhalb Chinas machte die Börse in Manila, an der der dortige Index um 7,2 Prozent absackte. In Australien handelte es sich um den tiefsten Sturz seit Beginn der internationalen Finanzkrise 2008.

Hierzulande hatte der Deutsche Aktienindex DAX, in dem die 30 größten Konzerne des Landes zusammengefasst sind, in der ersten Handelsstunde etwas zugelegt, diesen Gewinn aber bis Mittag bereits wieder verloren. Insgesamt scheinen die Aktienhändler in Frankfurt zunächst abzuwarten. Nach 13 Uhr verlor der Index in kürzester Zeit allerdings weitere 150 Punkte.

Eine ähnliche Stimmung spiegelt die Entwicklung des internationalen Index der mit erneurbaren Energieträgern befassten Wirtschaft, Renixx, wieder. Dieser verlor zu Handelsbeginn am Montag erheblich, zeigte aber danach bis zum Mittag seitwärts Bewegung. Insgesamt hat der Renixx aber seit Donnerstag etwas unter 20 Prozent verloren. Der Dax verlor in der gleichen Zeit rund zehn Prozent und ist inzwischen wieder unter die Marke von 10.000 Zählern gefallen.