An jeder Ecke eine Kamera

Neben der Spur

Nicht nur Google fotografiert die Strassen grosser Städte. Sogar Privatmenschen machen sich ein Hobby daraus. Oft mit eigenen Augen.

Seit Google Maps und Earth für PCs und das iPhone anbietet, tummeln sich Menschen wieder an Orten, die sie früher nicht einmal zum Behufe einer Begrabung betreten hätten...betreten worden wären... ist ja auch zu spannend, wie es südwestlich von Krumau in Tschechien aussieht. Und diverse Funktionen erleichtern zudem den Umgang mit diesen Tools. Wie zum Beispiel des Datenschützers liebstes Kind: Google Street View. Autos mit gemeinen Rundum-Linsen fahren durch die Gegend und fotografieren wehrlose Bundesbürger bei all den Sachen, die nicht einmal das Licht auf einem Bürgersteig erblicken sollen.

Dabei gibt es doch auch Privatmenschen, die ähnliche Dinge tun wie Google. Zum Beispiel Richard Howe, der mittels 11.000 Aufnahmen alle Strassenecken von Manhattan fotografiert hat. Vermutlich in seiner überreichen Freizeit. Da kann man fragen, warum das ein Mensch tut, und der Mensch wird antworten: Aus Spass. Nun, das könnte Google auch sagen, denn finanziell lohnt sich Street View bisher nicht. Vielleicht gehen die Herren auch falsch vor und betreiben einen zu statischen Aufwand. Vielleicht muss man näher ran an die Menschen, statt immer nur die Umgebung von Strassen zu zeigen. Vielleicht müsste man in Echtzeit Menschen an Orte schicken können. Als Google-Suche oder so.

Die Idee von Rob Spence könnte vielleicht weiterhelfen. Der will sich nämlich eine Kamera in sein Glasauge einbauen lassen. Vielleicht ein anderer Ansatz, um nicht nur Städte sondern auch Wanderwege per Google zu erfassen und in 360-Grad sichtbar zu machen...war ein Witz...

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