"Analog-Käse"

Die Verbraucherorganisation foodwatch will, dass nicht aus Frischmilch hergestellte Mischprodukte aus Pflanzenfett und Geschmacksverstärkern nicht mehr als Käse deklariert werden dürfen

Die Verbraucherorganisation foodwatch hat darauf aufmerksam gemacht, dass in letzter Zeit von den Lebensmittelkontrollbehörden der Länder regelmäßig der Verkauf von sogenanntem "Analog-Käse" als echter Käse zum Beispiel an Imbissbuden festgestellt wurde.

Dieser Pseudo-Käse ist foodwatch-Sprecher Matthias Wolfschmidt zufolge ein in der Herstellung preiswertes Gemisch aus Pflanzenfett, Milchpulver und Geschmacksverstärkern, was aber bislang auf den Verpackungen nicht eigens deklariert werden muss. Zudem weigerten sich die Behörden trotz entsprechender Vorgaben des Verbraucherschutzgesetzes, Informationen über Hersteller und die Anbieter solcher Käse-Imitate zu veröffentlichen, womit nicht nur der Verbraucher genarrt, sondern auch freiwillig Auskunft gebenden Betrieben ein Wettbewerbsnachteil beschert werde.

Dementsprechend fordert Wolfschmidt eine Kennzeichnungspflicht für diese billigen Käse-Imitate: "Pseudo-Käse muss klar und deutlich als 'Käse-Imitat' gekennzeichnet werden, im Handel genauso wie auf Speisekarten und an Verkaufstheken."

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