Antarktis-Eis schrumpft zunehmend schneller

Nach einer neuen Studie verschwindet das Eis sehr viel schneller, als man bislang angenommen hat.

In der Antarktis schmilzt das Eis nun ebenso schnell wie bereits in Grönland. Nach einer Studie der Nasa und eines internationalen Forscherteams hat der Schwund des Eises vor allem Westen der Antarktis in den letzten 10 Jahren um 75 Prozent zugenommen. Durch diesen Anstieg könnte die Meeresoberfläche jährlich um 0,5 mm ansteigen. Ursache sei wärmeres Wasser, durch das Gletscher schneller schrumpfen und zusammenbrechen.

Lila/rot schnelles, grün langsames Schmelzen des Antarktiseises. Bild: Nasa

Besonders im letzten Jahr hat es noch einen weiteren Sprung gegeben. 2005 bedeckte das Eis noch eine Fläche von 5,3 Millionen Quadratkilometer, im September 2007 waren es nur noch 4,13. Die Wissenschaftler fürchten, dass es in diesem wieder um eine Million Quadratkilometer zurückgehen könnte. Die Schmelze gehe zwei bis drei Mal schneller voran, als man bislang angenommen hatte. In den letzten 20 Jahren ist die Eiskappe um die Hälfte kleiner und auch dünner geworden.

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