Antarktische Minkwale finden weniger Nahrung

Augrund des umstrittenen "wissenschaftlichen" Walfgangs haben japanische Forscher herausgefunden, dass die Speckschicht der Minkwale kontinuierlich schrumpft.

Die Japaner sind bekanntlich der Überzeugung, dass Walfang notwendig sei. Daher haben sie trotz des Moratoriums durchsetzen können, Wale zu "wissenschaftlichen" Zwecken zu fangen, das Fleisch kommt dann dennoch auf dem Markt, auch wenn die meisten Japaner es gar nicht mehr wollen..

2007/2008 dürfen im Rahmen des "Forschungsprogramms" JARPA II in der Antarktis 850 Minkwale, 50 Finnwale und 50 Buckelwale gefangen werden. Zusätzlich können im Nordpazifik nach JARPN II 380 Wale gefangen werden. Norwegen treibt es noch schlimmer, hier wird das Moratorium gar nicht beachtet und die Wale unter Protest der International Whaling Commission gefangen. Japan dürfte es mit seiner Koalition an anderen Nationen vermutlich bald schaffen, dass im Gegenzug zur Einrichtung von Schutzgebieten wieder kommerzielle Walfangquoten zugelassen werden ( Walfangverbot wieder auf der Kippe?)

Die gefangenen Minkwale werden wissenschaftlich vermessen: Bild: ICR

Nun hat es das Institute of Cetacean Research (ICR), das einen "wissenschaftlichen Walfang" betreibt und Walfanggegner auch als "Terroristen" bezeichnet, geschafft, einen Artikel in der Zeitschrift Polar Biology des Springer Verlags unterzubringen, nachdem der Artikel zuvor von zwei anderen Zeitschriften abgelehnt wurde. Damit könnte die Anerkennung des "wissenschaftlichen Walfangs" steigen, allerdings könnten die Ergebnisse auch für eine Fortsetzung des Walfangverbots sprechen.

In ihrem Artikel berichten die japanischen Wissenschaftler, dass die Speckschicht und Fettgewicht der Minkwale in der Antarktis schnell schrumpft. Berücksichtigt wurden Messungen im Rahmen des Japanese Whale Research Program (JARPA) aus 18 Jahren, für die 4.500 Wale geschlachtet wurden. Danach geht die Speckschicht jährlich um durchschnittlich 0,02 cm und das Fettgewicht um 17 kg zurück. In der Gesamtzeit macht dies jeweils 9 Prozent aus. Ursache könne sein, dass es mehr Tierarten gibt, die antarktischen Krill verzehren, vermutlich aber sinken die Krillmengen, was auf die Klimaerwärmung zurück geführt werden könnte. Die Japaner neigen allerdings der ersteren Hypothese zu und sagen, dass dies eine Folge der Vermehrung des Bestandes an Buckelwalen sei, die man ja dann auch vermehrt jagen dürfte.

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