Atomstrom viel zu teuer

RWE-Manager fordert für Strom aus neuen AKW eine höhere Vergütung als für Windstrom

Wie am Freitag berichtet, ziehen sich die deutschen Stromkonzerne Eon und RWE aus dem Atomgeschäft in Großbritannien zurück. Der Neubau von AKWs verspricht ihnen nicht genug Gewinn. Auch die Ankündigung der britischen Regierung, ihnen das ganze mit garantierten Einspeisevergütungen zu versüßen, konnte sie nicht mehr umstimmen.

Interessant sind die Äußerungen des künftigen RWE-Chefs Peter Terium, die die Nachrichtenagentur Reuters zitiert: Der AKW-Neubau lohne sich nur, wenn der Strom-Großhandelspreis deutlich steige. "Der müsste wahrscheinlich jenseits der 100 Euro sein." Gemeint sind 100 Euro pro Megawattstunde, also zehn Cent pro Kilowattstunde. Wer hierzulande an Land hingegen ein Windkraftanlage errichtet, bekommt derzeit rund acht Cent pro Kilowattstunde als garantierte Einspeisevergütung. Terium fordert also nicht mehr und nicht weniger, als dass Atomstrom teurer als Windstrom bezahlt wird.

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