Auch Venezuela weist den US-Botschafter aus

Der Diplomat soll in Putschpläne gegen Chavez verwickelt sein

Einen Tag nachdem Boliviens Präsident Evo Morales den US-Botschafter in seinem Land zur "persona non grata" erklärte, zog auch Hugo Chavez nach: Am Donnerstagabend Ortszeit teilte er dem US-Botschafter in Carracas im Rahmen einer im Fernsehen übertragenen Rede mit, dass er das Land innerhalb von 72 Stunden zu verlassen habe. Als Begründung nannte Chavez, dass der US-Botschafter Patrick Duddy an seinem Sturz arbeiten würde.

Angeblich wurden entsprechende Pläne ehemaliger Offiziere aufgedeckt, die mit US-Deckung vorgegangen sein sollen. Die Gruppe soll unter anderem versucht haben, Boden-Luft-Raketen zu kaufen, mit denen sie Chavez' Dienstflugzeug abschießen wollte. Ein anderer Plan soll darin bestanden haben, den Wohnsitz des Präsidenten von einer F-16 aus zu bombardieren.

Außerdem kündigte Chavez an, Bernardo Alvarez abzuberufen, den venezolanischen Botschafter in Washington. Offenbar mit Blick auf die Wahlen im November meinte er, dass Alvarez sein Amt dann wieder antreten könne, wenn es eine neue US-Regierung gibt, welche die Völker und Regierungen Lateinamerikas respektiert.

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