Behördenwillkür in Österreich?

Behördenkritiker wird Tochter weggenommen

Vor etwa einem Jahr wurde sein Sohn Luca vom schwer verhaltensauffälligen neuen Freund der Mutter totgeschlagen. Seither kämpft Bernhard Haaser gegen die Behörden, denen er vorwirft, auf massenhaft vorhandene Hinweise auf eine massive Gefährdungssituation nicht adäquat reagiert zu haben. Jetzt wurde ihm die Tochter weggenommen

Der Vorwurf, Mitschuld am medial sehr präsenten Tod an Haasers siebzehn Monate alten Sohn zu tragen, dürfte den davon betroffenen Personen indes nicht gefallen haben. Jedenfalls schlug die Behörde zurück: Er habe seine jüngste Tochter gequält und vernachlässigt, weshalb sie ihm nun weggenommen wurde. Das wisse die Behörde aufgrund einer "anonymen" Anzeige einer Ex-Freundin Haasers.

Natürlich wurde ihm das nicht persönlich mitgeteilt, sondern Silvia Rass-Schell, die Leiterin der Tiroler Jugendwohlfahrt, schickte am Donnerstagnachmittag ohne Vorankündigung zwei Sozialarbeiterinnen in Haasers Wohnung, wo die kleine Emina (7) von einer Tagesmutter betreut wurde, um sie abzuholen.

Wie das Nachrichtenmagazin xlarge berichtet sollte sie nun auftragsgemäß ins Landeskinderheim Axams verbracht werden, aufgrund der heftigen Gegenwehr des Mädchens, welche laut xlarge Hämatome zur Folge hatte, landete das Mädchen jedoch in der Uniklinik Innsbruck.

Der Autor ist nach eingehender Rücksprache mit dem angeblichen Täter überzeugt, dass keine Handlungen vorgefallen sind, die die Maßnahmen der Behörden rechtfertigen, und fragt sich zudem nach deren innerer Logik. Wenn von Haaser schon eine derart schwere Bedrohung für die eine Tochter ausgeht, warum dann nicht auch für die andere? Haaser sagt, die Behörde habe dies ihm gegenüber so begründet, dass die größere Tochter (11) eben groß genug sei, um zu seinen Gunsten zu lügen. Haaser sagt hingegen, die kleinere lasse sich leicht beeinflussen, und wenn sie ausreichend bearbeitet werde, würde sie irgendwann sagen, was man ihr vorsagt.

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