Beim Schlaf setzt sich die Biologie durch

Auch wenn gerne behauptet wird, dass wir wegen der Medien kürzer schlafen, wird weiterhin mehr als 8 Stunden geschlafen

Gerne wird ja gesagt, dass wir immer kürzer schlafen, weil wir immer länger mit unseren Medien herumspielen. Aber offenbar fordert die Biologie ihren Tribut, wie australische Wissenschaftler herausgefunden haben wollen. Wir schlafen weiterhin mehr als 8 Stunden täglich.

Ganz glauben will man das allerdings nicht. Oft genug kommt man spät ins Bett, weil man noch die Emails checken, dies oder jenes erfahren oder noch ein kurzes Spiel machen will. Und weil es nichts hilft, müssen die Meisten trotz Überhang aufstehen. Das soll aber nach den Wissenschaftlern der University of Sydney, die ihre Studie in der Zeitschrift Medical Journal of Australia veröffentlicht haben, ein Vorurteil sein. Zumindest die Australier schlafen im digitalen Zeitalter nicht weniger als im prädigitalen (für die meisten). 1992 schliefen sie 8 Stunden und 20 Minuten, 2006 sogar 8 Stunden und 30 Minuten.

Nur die über 65-Jährigen schliefen 2006 12 Minuten weniger als 1992, ein Schicksal, das ausgerechnet auch die Arbeitslosen betrifft, von denen man annehmen sollte, dass sie eigentlich länger im kuschligen Bett verbringen könnten. Was die Wissenschaftler noch herausgefunden haben:

Erwachsene schlafen im Winter 12 Minuten länger als im Sommer. Sie schlafen am Wochenende sogar 40 Minuten länger als während der Woche. Wer weniger schläft als der Durchschnitt hat entweder zwei oder mehr Kinder oder arbeitet länger, aber auch die Menschen mit einer höheren Ausbildung und einem höheren Einkommen schlafen weniger.