Bert Rürup verlor Geld bei Lehman-Pleite

Nach den Plänen des Ex-Wirtschaftsweisen wurde die Rentenversicherung teilprivatisiert

Während eines Auftritts in der Fernsehtalkshow Links-Rechts gestand der ehemalige Wirtschaftsweise Bert Rürup, dass er bei der Pleite der US-Bank Lehman Brothers im letzten Herbst Geld im Wert "eines guten Automobils" einbüßte. Allerdings sei das, so Rürup, "völlig in Ordnung" gewesen, weil man "Wetten" schließlich auch verlieren könne.

Trotzdem hält der Architekt der deutschen Renten-Teilprivatisierung, der nach dem Abschluß seiner für die Regierung Schröder ausgeführten Reform einen gut dotierten Posten beim Privatrentenanbieter AWD antrat, nach eigenen Angaben heute keine Aktien mehr.

Bei der so genannten Rürup-Rente bezuschusst der Staat private Rentenversicherugsverträge. Dies soll einen Anreiz geben, solche abzuschließen. Rürup-Rentenverträge werden nicht nur als klassische Versicherung angeboten, sondern auch als fondsgebundene Rentenversicherung, Fondssparplan und "britische" Versicherung. In allen diesen Fällen versuchen die Anbieter mit dem eingezahlten Kapital und den Staatszuschüssen durch Spekulation Profit zu erwirtschaften.

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