Biologische Lebensmittel nicht gesünder

Nach der britischen Lebensmittelbehörde gibt es keine Unterschiede zu herkömmlichen Lebensmitteln, untersucht wurden aber nur die Nährstoffe.

Eine groß angelegte Studie der britischen Lebensmittelbehörde Food Standards Agency kam nun zu dem Schluss, dass Biolebensmittel sich nicht von herkömmlichen Lebensmitteln unterscheiden. Es mache keinen Unterschied für die Gesundheit, von welchen Lebensmitteln man sich ernähre. Wer gesund leben will, müsse, so der Rat, vor allem auf Vielfalt der Lebensmittel achten, die er zu sich nimmt. Die Behörde rühmt sich, die größte und systematischste Studie über die Komposition von biologischen und konventionellen Lebensmitteln gemacht zu haben.

Gegenstand war freilich nur der Ernährungswert von Gemüse, Getreide und Obst, das biologisch oder konventionell angebaut wird, oder von Fleisch und Milch von Tieren, die aus biologischer oder konventioneller Landwirtschaft stammen. Vermutlich würden nur wenige bezweifeln, dass in einer konventionell angebauten Karotte andere Nährstoffe (Mineralien, Vitamine, Fette, Zucker etc.) enthalten sind.

Da aber die Studie seltsamerweise nicht untersuchte, wie es um Giftstoffe wie Herbizide, Pestizide, Fungizide oder andere Inhalte wie Hormone steht oder welche Auswirkungen die landwirtschaftliche Kultur auf die Umwelt hat, ist sie eigentlich vernachlässigenswert oder als Versuch zu betrachten, die herkömmliche Landwirtschaft rein zu waschen. Das wollte man nicht, heißt es allerdings, man sei neutral und erkenne an, dass es auch andere Gründe gebe, um biologische Lebensmittel zu kaufen.

Mag ja sein, dass viele, die Biolebensmittel kaufen, der Meinung sind, dass diese besser schmecken würden. Dass sie sie nur deswegen kaufen, weil sie bessere Nährwerte haben, dürfte höchstens am Rande eine Rolle spielen. Die grünen Konsumenten wollen vor allem Lebensmittel, die keine unerwünschten Inhaltsstoffe oder Gifte haben, die den Körper und die Umwelt belasten können.

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