Blutkrebsrisiko bei Arbeiterinnen in Chip-Werken höher?

Florian Rötzer

Eine südkoreanische Studie hat für Frauen, die in der Halbleiterfertigung arbeiten, ein größeres Risiko festgestellt, an NHL zu erkranken.

Chipfabriken könnten die Entstehung von Blutkrebs fördern. Das koreanische Gesundheitsministerium KOSHA vermutet aufgrund einer Studie in Werken von Samsung Electronics und Hynix Semiconductor einen Zusammenhang von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) mit der Herstellung von Chips. Frauen, die mit der Fertigung von Halbleitern zu tun haben, erkranken demnach fünf Mal häufiger an NHL. Frauen scheinen nach der Studie auch 2,67 Mal gefährdeter als Männer zu sein.

Als NHL wird das ungebremste Wachstum von Lymphozyten bezeichnet, die andere Zellen verdrängen. Das Ministerium erklärt allerdings, dass der Zusammenhang mit der Chip-Herstellung nicht gesichert sei. Seltsam sei, dass die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung an Leukämie bei Männern geringer als beim Durchschnitt sei, während bei den Frauen die Wahrscheinlichkeit, an Leukämie zu sterben, 1,48 Prozent höher sei. Samsung Electronics weist einen Zusammenhang zwischen der Arbeitsumgebung und NHL allerdings zurück.