CIA muss sich Anhörung wegen begehrter Aktenfreigabe zur Invasion in der Schweinebucht stellen

Historiker kommen Freigabe einer wohl brisanten Studie näher

Wie bereits im Februar berichtet, weigert sich die CIA standhaft gegen die vollständige Freigabe aller Akten zur nunmehr 51 Jahre zurückliegenden Invasion in der Schweinebucht. So sperrt sich der berüchtigte US-Auslandsgeheimdienst gegen die Veröffentlichung einer CIA-internen Studie aus den 1980er Jahren über den historischen Fehlschlag, die eigens ein Historiker auftragsgemäß angefertigt hatte. Die CIA befürchtet, eine Freigabe des Materials könnte die Öffentlichkeit „verwirren“ und würde CIA-Leute verunsichern, künftig offen zu schreiben.

Seit 1974 allerdings hat die amerikanische Öffentlichkeit mit dem freedom-of-information-act einen Rechtsanspruch darauf, durch Akten „verwirrt“ zu werden. Das entsprechende Begehren des National Security Archives der George Washington Universität auf Freigabe des fünften Bandes wird von einem Dutzend Organisationen mitgetragen, die insgesamt über 10.000 Historiker repräsentieren. Das Berufungsgericht lehnte diese Woche ein Begehren der CIA ab, welche den Fall vorzeitig beendet wissen wollte. Die Kläger bekommen vielmehr eine volle Anhörung, die bis März 2013 vorbereitet werden soll.

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