CO2-Emissionen sind 2009 kaum gesunken

Für 2010 wird wieder eine Zunahme von mehr als 3 Prozent erwartet, trotz kleiner Delle ist die CO2-Konzentration in der Atmosphäre weiter angesteigen

Nach neuen Schätzungen im Rahmen des Global Carbon Project sind 2009 die globalen CO2-Emissionen, die durch das Verbrennen fossiler aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise nur um 1,3 Prozent zurückgegangen, weniger als halb so viel, wie letztes Jahr vorhergesagt wurde. Allerdings wird erwartet, dass sie 2010 wieder um mehr als 3 Prozent wachsen und daher wieder neue Rekorde erreicht werden. Weiter angestiegen sind die Emissionen aus der Verbrennung von Kohle.

Besonders betroffen hat die Krise, so berichtet das internationale Wissenschaftlerteam in der Zeitschrift Nature Geoscience, die westlichen Industriestaaten. So sind 2009 die CO2-Emissionen in Japan um 11,8%, in Russland um 8,4%, in Großbritannien um 8,6%, in Deutschland um 7% oder in den USA um 6,9% gesunken, dafür stiegen sie in China um 8% oder in Indien um 6,2%. Auch Südkorea pustete 1,4% mehr in die Atmosphäre. Neben den boomenden Schwellenländern ist ein weiterer Grund für den geringen Zurückgang, dass die Energieeffizienz für CO2 mit 0,7% weniger stark gewachsen ist als zuvor. Langfristig stieg sie durchschnittlich um 1,7% pro Jahr.

CO2-Emissionen von fossilen Brennstoffen. Bild: Nature Geoscience

Erfreulich ist, dass die globalen CO2-Emissionen, die durch Entwaldung meist von tropischem Regenwald entstehen, seit 2000 im Vergleich zu den neunziger Jahren um 25 Prozent zurückgegangen sind. Das decke sich mit Satellitenbeobachtungen der Wälder Brasiliens und Indonesiens. Erstmals haben neue Wälder die Entwaldung mehr als ausgeglichen, was zu einem kleinen Rückgang der CO2-Emissionen außerhalb der Tropen geführt hat.

Auch wenn die CO2-Konzentration in der Atmosphäre im letzten Jahr zwar nur ungterdurchschnittlich mit 1,6 ppm zugenommen hat, ist sie global weiter angestiegen und beträgt nun 387.2 ppm.

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