CO2-Speicher unter Hamburg und Berlin?

Greenpeace veröffentlicht Karte mit potenziellen CO2-Speichern, die die Behörden lieber geheim gehalten hätten

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat gegenüber der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ( BGR) die Herausgabe von Informationen über potenzielle Standorte für CO2-Speicher durchgesetzt.

Eine entsprechende Karte wurde auf der Greenpeace-Homepage veröffentlicht. Dort sind diverse Orte verzeichnet, an denen es in größerer Tiefe sogenannte saline Aquifere, also Salzwasser führende Schichten gibt, in die das irgendwann einmal in Kohlekraftwerken oder auch Zementwerken abgeschiedene Treibhausgas verpresst werden könnte.

Viele der potenziellen Lagerstätten liegen im nordwestlichen Niedersachsen und unter der deutschen Bucht. Aber auch die Ballungsräume Berlin und Hamburg könnten betroffen sein, oder auch Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die gezeigten salinen Aquifere sind darüber hinaus nicht die einzigen geologischen Formationen, für die eine CO2-Einlagerung diskutiert wird. In Frage kommen prinzipiell auch ausgebeutete Erdgas- und Erdöl-Lagerstätten in Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. In allen Fällen ist aber bisher vollkommen ungeklärt, ob tatsächlich die langfristige Sicherheit der Einlagerung gewährleistet werden kann. Erst kürzlich wurde aus Kanada bekannt, dass dortige Tiefenspeicher schon seit längerem undicht sind (siehe auch CO2-Lager ist Leck).

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