Chinesen sollen keine Hunde und Katzen mehr essen dürfen

Setzt sich mit dem Tierschutz und manchen westlichen Tabus die westliche Kultur durch?

Die Globalisierung führt doch langsam zu einer globalen Kultur. Zumindest werden Unterschiede nivelliert, die allerdings keineswegs zu einer besseren Welt führen müssen. Der Vorstoß in China, nun den Verzehr von Haustieren, von Hunden und Katzen, verbieten zu wollen, ist so ein Schritt in eine globale Kultur, in der sich Tabus verbreiten, die sich, wie in diesem Fall, im Westen verbreitet haben.

Vermutlich geht der Gesetzesvorschlag auf die Abneigung der in den Städten sich herausbildenden Mittelschicht zurück, in der zunehmend wie in den westlichen Ländern Hunde und Katzen als Haustiere gehalten werden, schreibt der Guardian. Es habe bereits zahlreiche Online-Petitionen gegeben, zudem würden Videos zirkulieren, in denen die Grausamkeit von Hundefarmen herausgestellt wird. Man isst zwar das Fleisch anderer Tiere, aber die in China lange gepflegte Tradition, auch Hunde und Katzen zu verzehren, wird dann als abstoßend empfunden.

In dem Gesetzesentwurf, in dem es zum Tierschutz auch um die medizinische Behandlung von Tieren, das Schlachten oder Tiertransporte geht, ist vorgesehen, Menschen, die Hunde- oder Katzenfleisch essen, bis zu 15 Tage ins Gefängnis sperren und mit einer Geldstrafe von mehr als 700 US-Dollar bestrafen zu können. Gruppen oder Organisationen, die das Verzehrverbot missachten, könnten mit einer Geldstrafe bis zu 73.000 Dollar belegt werden. Die Autoren des Gesetzesentwurfs sagen, dass dieses Verbot kaum das Leben der meisten Menschen tangieren würde, da nur wenige das Fleisch von Katzen und Hunden essen.

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