Chinesischen Wissenschaftlern ist das Klonen von menschlichen Embryonen gelungen

Mit der neuen Methode des Kernzelltransfers sollen embryonale Stammzellen für therapeutische Zwecke gewonnen werden.

Chinesische Wissenschaftler vom Shandong Research Center of Stem Cell Engineering haben fünf menschliche Embryonen geklont.

Um zu erforschen, ob sich patientenspezifische embryonale Stammzellen für therapeutische Zwecke gewinnen lassen, haben die Wissenschaftler 135 entkernte Eizellen von gesunden Spenderinnen im Alter von 30 bis 35 Jahren erhalten. In 58 wurden die Zellkerne von Hautzellen mittels der Methode des Somatischen Zellkerntransfers (SCNT) eingefügt, wie sie in der Zeitschrift Cloning and Stem Cells berichten. In 26 Fällen konnten Eizelle und Zellkern erfolgreich verschmolzen werden und bei 25 begann die embryonale Entwicklung. Allerdings teilten sich nur 5 der Embryonen bis zum Stadium eines Blastozyten. Vier stammten von gesunden Spendern der Hautzellen, einer von einem Parkinson-Patienten. Für die Wissenschaftler zeigt dies, dass auch die Zellen von Kranken zur Behandlung verwendet werden können.

Durch eine Genanalyse sei bestätigt worden, dass es sich um geklonte Embryos handelte. Allerdings haben die Wissenschaftler den Blastozyten keine Stammzellen entnommen oder berichten nicht davon. Daher bleibt abzuwarten, ob die von ihnen entwickelte Methode überhaupt geeignet wäre, embryonale Stammzellen für therapeutische Anwendungen herzustellen. Stammzellen, die durch therapeutisches Klonen gewonnen werden, würden von den Patienten nicht abgestoßen, weil sie deren eigenes Erbgut enthalten.

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