Computer denken mit

Neben der Spur

Eine Demonstration während der TED Converence zeigt den Entwicklungsstand bei der Steuerung von Computern per Gedanken.

Das Hardware Keyboard als Eingabehilfe für Computer scheint langsam aber sicher seinem Ende zu zu gehen. Neben der längst bekannten Maus und der Entdeckung von blossen Händen für Telefon und Tabletcomputer durch Apple haben sich auch Spracheingaben eine Nische geschaffen. Diktiersoftware gehört in Rechtskanzleien zur Standardausrüstung am Arbeitsplatz.

Aber im Bereich der Spielekonsolen hebt die Steuerung durch die eigene Person nun nach den Fuchteleien von Nintendo ganz ab und macht den Spieler durch Kinect für die Xbox 360 zum Eingabeinstrument. Gestik und Mimik werden Teil der Steuerung.

Tan Le und ihre Präsentation auf der Ted Conference 2010 zeigt nun eine weitere Möglichkeit auf. Die Steuerung eines Computers via Gedanken.

Was sich wie ein schlechter Auftritt in einer Jahrmarktsbude anhört, braucht ganze acht Sekunden Tarierungszeit des Systems, und ein Nutzer mit einem gar nicht einmal mehr so schlecht aussehenden Headset kann einen Würfel bewegen oder sogar verschwinden lassen.

Weitere Demofilme zeigen Rollstuhlfahrer, die ihre Gefährte bewegen. Oder Bastler mit dem Hang, ihr Deckenlicht mittels Gedankenkraft auszuknipsen.

Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine durchschneidet dabei eine bisherige Grenze und der Zugriff auf die innere Welt eines Menschen wird invasiv. So verwischen die Grenzen zwischen beiden zunehmend.

Und als nächster Schritt wäre ein Computer zu sehen, der durch eigene (oder fremde) Gedanken gesteuert in das eigene (oder fremde) Hirn Bilder projeziert. Vermutlich wäre es dann ein naheliegender Schritt zu Szenarien, mit denen ein aktueller Blockbuster spielt. Aber vorerst bewegt sich ein Würfel in einer Windows-Oberfläche und ein Rollstuhl. Wenn man sich ausreichend konzentrieren kann.

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