Coole Männer und glückliche Frauen

Sexuelle Attraktivität folgt nach einer Studie alt-evolutionären Schemata

Das haben wir uns doch fast gedacht. Die Netten haben auf dem sexuellen Beziehungsmarkt keine so großen Chancen. Die netten Männer, die lächeln und nicht tough aussehen, kommen bei den Frauen nicht gut an, so zumindest eine Studie von Psychologen der University of British Columbia. Die "bösen Jungs" scheinen einfach besser zu fahren, solange es um sexuelle Attraktivität handelt, was allerdings heißt, dass eine längerfristige Partnerwahl diesem Prinzip der sexuellen Selektion folgt.

Eigentlich geht es bei der Studie, die in der Zeitschrift Emotion erschienen ist, darum, wie Bilder von Gesichtern auf den ersten Eindruck für die sexuelle Anziehung wirken, die Scham, Glück oder Stolz zum Ausdruck bringen, weswegen die Psychologen schon auch einmal hervorheben, dass ihre Ergebnisse dafür wichtig sein könnten, wie man sich visuell auf Datingseiten präsentiert.

Hauptergebnis ist, dass eine glückliche, lächelnde Gesichtsmimik bei Männern die Frauen nicht beeindruckt, die Stolz irgendwie attraktiver finden, also offenbar das Macho-Gehabe doch goutieren. Männer hingegen wollen die Frauen glücklich sehen, Stolz oder Selbstzufriedenheit ist unerwünscht, könnte dies doch die Überlegenheit des Mannes in Frage stellen.

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Lächeln, so hätten andere Studien gezeigt, werde als mangelnde Dominanz empfunden, weswegen es traditionell eher mit "unterwürfigen und verletzlichen" Frauen, aber nicht mit starken Männern in Verbindung gebracht werde. Auch der Ausdruck von Glück sei eher eine weibliche Komponente, Männer bleiben cool. Aber eigentlich scheinen die Frauen cooler zu sein. Die Männer stuften Frauen eher als attraktiv ein, als die Frauen Männer. Müssen die also kraft der sexuellen Selektion mehr gockeln?

Wenn Männer über Datingseiten schneller Erfolg haben wollen, sollten sie also nach der Studie auf Fotos verzichten, auf denen sie freundlich in die Welt schauen, während Frauen Glück versprechen sollten.

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