Das Ende der SUVs naht

Von den Werken, die in den USA die spritfressenden SUVs herstellten, haben alle bis auf drei schon geschlossen, die aber auch bald folgen dürften.

Mit der zusammen mit der Finanzkrise und der gestiegenen Benzinpreise eingetretenen Krise der US-Autobauer scheint nun das Ende der SUVs gekommen zu sein, jener spritfressenden und schweren Angeberautos, mit denen manche Kleingeister mit ihrer gewünschten Größe und Durchsetzungskraft auch ihre Gleichgültigkeit gegenüber Umwelt- und Klimafragen demonstrieren wollten. Der Markt für normale Autos ist dieses Jahr in den USA "nur" um 16 Prozent eingebrochen, der für SUVs um 40 Prozent. Da wird mancher bislang stolzer Besitzer Schwierigkeiten haben, seine plötzlich zum Dinosaurier gewordene Kiste noch gebraucht loszuwerden.

In den USA, wo der Spuk der SUVs als der zivilen Kopien militärischer Fahrzeuge begann, wird nun ein Werk nach dem anderen geschlossen. Selbst das Regierungshilfsprogramm könnte die nun noch verbleibenden 3 Werke, in denen SUVs hergestellt werden, nicht retten, schreibt die New York Times. GM hat am Dienstag die Werke in Janesville (Wisconsin), wo immerhin seit den 90ern 3,7 Millionen SUVs hergestellt wurden, und in Moraine (Ohio) geschlossen. In Janesville wurden 5000, in Moraine 1000 Menschen arbeitslos. Chrysler hatte letzte Woche das Werk in Newark, Delaware, zugemacht.

In den letzten Jahren waren von den drei großen Autokonzernen schon mehr als ein Dutzend Fertigungswerke für SUVs geschlossen und Tausende von Arbeitern entlassen worden. Jetzt gibt es nur noch drei Werke, eines von GM in Texas, von Chrysler in Detroit und von Ford in Kentucky.

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