"Der Islam ist eine Religion des Kriegs"

Al-Baghdadi fordert den Exodus der Muslime ins Kalifat

Angeblich soll er tot oder verwundet sein, der Chef des Islamischen Staats. Doch al-Baghdadi hat, um dem entgegen zu treten, angeblich eine Audio-Botschaft verbreitet, in dem er, sofern dies authentisch ist, die Muslime auf der ganzen Welt dazu auffordert, in das von ihm ausgerufene Kalifat zu reisen.

Offenbar propagiert der Islamische Staat eine Einwanderungspolitik. Ob die Menschen, die unter seiner Kontrolle leben, damit einverstanden sind, dass Ausländer einwandern und die Lücken schließen, die die Geflüchteten hinterlasse haben, ist eine andere Frage.

Laut BBC dürfte es sich um die Stimme von al-Baghdadi handeln. Da in der veröffentlichten Aufzeichnung die Luftangriffe auf den Jemen erwähnt werden, ist diese auch nicht sehr alt. Es gäbe für einen Muslim keine Rechtfertigung, nicht in den Islamischen Staat auszuwandern, erklärt jedenfalls der Sprecher. Der Islam sei auch nie eine Religion des Friedens gewesen, versichert er: "Der Islam ist eine Religion des Kriegs." Der Krieg, den der Islamische Krieg führt, sei der Krieg aller Muslime. Der IS sei nur die Speerspitze: "Es ist der Krieg der Muslime gegen die Ungläubigen."

Der selbsternannte Kalif ruft alle Muslime dazu auf, die Waffen zu ergreifen und überall dort zu kämpfen, wo man sich befindet. Man will die Muslime einspannen: "Dieser Krieg ist nur gegen dich und deine Religion." Möglicherweise geht es auch nur um Lebenszeichen, nachdem angeblich Abu Alaa al-Afari, der zweitmächtigste IS-Führer, getötet worden sein soll.