Der hessische Verfassungsschutz und die rechte Terrorzelle

Angeblich hat sich ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes des Öfteren bei den Morden in der Nähe aufgehalten

Es ist nicht nur der thüringische Verfassungsschutz, der im Verdacht steht, irgendwie mit der Terrorzelle verbandelt gewesen zu sein oder diese gar unterstützt zu haben. Nach einem Bericht der FAZ steht auch ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes unter Verdacht, möglicherweise mit der Zwickauer Gruppe verbunden gewesen zu sein.

Als 2006 ein türkischer Besitzer eines Internetcafes in Kassel vermutlich von der Terrorzelle kaltblütig ermordet wurde, war auch ein Mann in diesem anwesend gewesen, der sich anschließend als einziger nicht als Zeuge gemeldet hatte. Die Kasseler Staatsanwaltschaft hatte damals gegen die Verfassungsschutzbeamten ermittelt, das Verfahren aber eingestellt, weil dieser angeblich kurz vor dem Mord das Internetcafe verlassen hatte und man keinen Zusammenhang mit der Tat nachweisen konnte. Es war übrigens der letzte Mord eines Ausländers, der mit immer gleichen Waffe ausgeführt wurde.

Nun will Bild erfahren haben, dass sich eben dieser Verfassungsschutzmitarbeiter nach von der Polizei durchgeführten Bewegungsprofilen "bei sechs der neun Morde in der Nähe des Tatortes" aufgehalten habe. In seiner Wohnung seien mehrere Waffen gefunden wurden.

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