Deutschland bewahrt Euro-Zone vor der Rezession

Das Wachstum von 0,5% sorgte dafür, dass die Wirtschaft der Eurozone stagniert und nicht erneut schrumpf

Da Deutschland im ersten Quartal ein Wachstum von 0,5% verzeichnet hat, schrappt die Euro-Zone haarscharf an der Rezession vorbei. Das geht aus Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor, die heute veröffentlicht wurden.

Weil die Wirtschaft in Deutschland im vierten Quartal 2011 geschrumpft war, galt das auch für die gesamte Euro-Zone. Das Wachstum in Deutschland sorgt nun dafür, dass der Euroraum nicht erneut schrumpft. Er stagniert, weshalb nicht offiziell von einer Rezession gesprochen werden kann. Dafür sind zwei aufeinander folgende Quartale mit einer schrumpfenden Wirtschaft erforderlich. In der Währungsunion sticht vor allem Finnland mit einem Wachstum von 1,3% hervor. Deutschland und Estland wachsen um 0,5% und Belgien um 0,3%. Nach zwei Quartalen der Stagnation verzeichnete auch Österreich wieder ein schwaches Wachstum (0,2%). Doch immer mehr Länder rutschen in die Rezession ab oder sie verfestigt sich auch in großen Problemländern wie Spanien und Italien. In Italien wurde sogar ein starkes Minus von 0,8% verzeichnet, nachdem schon im Vorquartal ein Minus von 0,7% erzielt worden war. Spanien verharrt dagegen auf einem Minus von 0,3% und Frankreich stagniert nach einem Minimalwachstum (0,1%) im Vorquartal erneut.

Auch die Niederlande, Portugal und Zypern stecken weiter in der Rezession. Zu Irland und Griechenland fehlen noch Angaben. Da sie im Vorquartal im Minus waren, kann aus der Stagnation in der ersten Schnellschätzung bei der Schätzung am 6. Juni noch ein leichtes Minus werden.

In der gesamten EU wurde dagegen ein Minimalwachstum verzeichnet. Mit einem Minus von 1% rutscht die Tschechische Republik nun tief in die Rezession, in der auch Großbritannien definitiv gelandet ist. Die Wirtschaft im Königreich ist um 0,2% geschrumpft und schon im Vorquartal wurde ein Minus von 0,3% verzeichnet. Unklar ist, ob auch Schweden nach dem Minus von 1,1% im Vorquartal ebenfalls in die Rezession abgleitet und ob es Dänemark schafft, sie zu verlassen. Zu beiden Ländern fehlen noch Angaben. Die schwedische Wirtschaft war zuletzt deutlich um 1,1% geschrumpft, während die Dänemarks zuvor über zwei Quartale ein leichtes Minus verzeichnete.

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