Die neue Spezies der Supertasker

Rund zwei Prozent der Menschen können anscheinend ohne Qualitätsverlust mehrere Aufgaben erledigen

40 Euro und ein Punkt in Flensburg. In Deutschland ist das Telefonieren im Auto ohne Freisprecheinrichtung verboten, weil die Aufmerksamkeit beim Fahren beeinträchtigt ist. Aber ist das bei allen Menschen so?

Ein Team der Universität Utah wollte es genauer wissen und ließ 200 Studenten in einem Simulator über die Fernstraßen gleiten und dabei über das Handy einige Aufgaben absolvieren. Darunter waren mathematische und Erinnerungsfragen.

Bei einem Großteil beeinträchtigten die Telefonate die Leistungen in den Tests erheblich. Aber 2,5 Prozent der Testpersonen schnitten nicht schlechter ab, sie waren in der Lage zwei Tasks auszuführen, ohne dass ihre Leistung litt. Die Wissenschaftler haben aus dem Stand und wie üblich ein Schlagwort für diese kleine Gruppe kreiert: Supertasker. Weitere Forschungen sollen nun zeigen, warum einige Menschen in der Lage sind, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Viele halten sich für gute Multitasker. Auf die Probe gestellt, schneiden aber interessanterweise gerade diese in Testbatterien schlechter ab.

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