Dummbatz in the White House is no news

Hemdsärmelige US-Präsidenten eher Regel als Ausnahme

Nicht einmal von Hemdsärmeln verstand Zwirnhändler Harry S. Truman ausreichend, um sein Geschäft zu halten. Auch als Vizepräsident erschien er den Verantwortlichen als zu unwichtig, um ihn über die mit exorbitantem Aufwand entwickelte Atombombe zu informieren. Als die ihm unerwartet in den Schoß fiel, setzte er sie umgehend gegen Zivilisten eines bereits besiegten Landes ein, mit dem Kommentar: "Ich habe geschlafen wie ein Baby." Truman drohte der Sowjetunion während der Irankrise von 1946 wie ein tumber Cowboy mit der Bombe, genehmigte die Gründung der CIA und führte die Welt ohne Not in den Kalten Krieg.

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Mit dem Versprechen, die USA für einen atomaren Angriffskrieg aufzurüsten, gewannen die Republikaner den bis dahin politikfernen Weltkriegsgeneral Dwight D. Eisenhower als Frontmann für den Wahlkampf. Im Amt überließ Eisenhower weitgehend die Arbeit seinem von den Gebrüder Dulles aus Wallstreet-Milliardären gebildeten Kabinett und verbrachte statdessen die meiste Zeit mit seinen neuen Milliardärsfreunden auf dem Golfplatz. Erst gegen Ende seiner Amtszeit erkannte Eisenhower, dass er nach Strich und Faden ausgenutzt und reingelegt worden war, erteilte CIA-Chef Dulles Hausverbot und warnte die Welt in seiner berühmten Abschiedsrede vor dem Militärisch Industriellen Komplex.

Der Amtsantritt des von Daddy ins Amt finanzierten John F. Kennedy verlief eher holprig. So behielt der gute Freund von Hexenjäger McCarthy entgegen den Erwartungen CIA-Chef Dulles, FBI-Chef Hoover und Finanzminister C. Douglas Dillon sein Amt. Dulles manipulierte Kennedy wie dessen Vorgänger, bis das Scheitern der CIA-Invasion in der Schweinebucht das Ansehen der USA in der Welt maximal senkte. Als Kennedy schließlich verstanden hatte, wie die Dinge in Washington liefen, befand er sich im Privatkrieg mit Pentagon, Wallstreet und CIA. Die Kubakrise überlebte die Welt nur knapp, er selbst nicht allzu lange.

Wie hemdsärmelig sich Johnson, Nixon und Ford von Sicherheitsberater und Außenminister Henry Kissinger in verdeckte Kriege und Kooperationen mit rechtsgerichteten Diktatoren führen ließen, kann man dieser Tage in Greg Grandins Biographie Kissingers Langer Schatten nachlesen, die sich u.a. auf freigegebene Geheimakten stützt.

Unterboten wurden diese Gestalten nur noch vom hemdsärmeligen Nachfolger Ronald Reagan, dessen Ignoranz und unfassbare Dummheit den Kalten Krieg beinahe in einen heißen umschlagen lassen hätten (vgl. Um Haaresbreite).

Zum trocken gelegten wie religiös erleuchteten George W. Bush muss nichts mehr gesagt werden.

Der von den Medien geliebte Barrack Hussein Obama ist weder Rassist noch will er eine Mauer bauen – seine mutmaßliche Feinde erledigt Obama gleich mit vornehmen Drohnenmorden massenhaft aus der Luft, ohne Kriegserklärung oder UNO-Mandat in jedem Winkel der Erde. Aus dem Regionalkonflikt in der Ukraine machte Obama eine Neuauflage des Kalten Kriegs und beschäftigte die Rüstungsbranche mehr als seine Vorgänger. Im TV machte Obama stets eine unterhaltsame Figur.

Dass nun ein TV-Clown den Schreibtisch in der Pennsylvania Avenue 1600 übernimmt, ist nur konsequent. Gelogen haben seine Vorgänger auch alle, wenn auch meistens deutlich eleganter. Künftig gibt es dann halt mehr Bing Bong.

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