E-Autos in Israel

Das kleine Land ist relativ isoliert - ironischerweise, ideale Bedingungen für den Aufbau einer E-Infrastruktur

Am Montag hat Renault-Nissan laut Berichten in US-Medien angekündigt, die Massenproduktion von E-PKW in Israel zu starten. Die Autos sollen ab 2011 bei den Händlern ankommen. Dann sollen zwischen 10.000 und 20.000 Autos jährlich vom band rollen - in einer Bevölkerung von nur rund 7 Millionen Menschen.

Israel bezieht zur Zeit sein Öl hauptsächlich aus Russland und möchte unter anderem auf elektrische Fahrzeuge umsteigen, um seine politische Unabhängigkeit zu stärken.

Ein Nachteil bei den E-PKW ist immer noch die mangelnde Reichweite sowie lange Aufladezeiten im Vergleich zu Verbrennungsmotoren, auch wenn in beiden Punkten deutliche Fortschritte gemacht werden. Kein Problem in Israel, denn die Zentren des kleinen Landes liegen maximal 150 km auseinander. Schnell mal ins Nachbarland zu fahren tut man sowieso dort nicht so leicht wie in Deutschland, weil die Israelis mit sämtlichen Nachbaren eher auf Kriegsfuß stehen.

Hinter dem Plan steht Project Better Place, hinter dem wiederum ein gewisser Shai Agassi steht: der ehemalige Vize-Vorstand von SAP.

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