Ecuador bietet Assange Asyl an

Der Wikileaks-Chef hält sich derzeit vermutlich in einem Versteck in London auf

Dieses Mal hatte sich Julian Assange bedeckt gehalten. Während er sonst bei der Gelegenheit, neue Dokumente zu veröffentlichen, gerne eine Pressekonferenz abgehalten hat, kursierte nun nur ein Video, das vermutlich in einem Hotelzimmer aufgenommen wurde. Angenommen wird, dass Assange, nach dem die schwedische Polizei wegen Verdachts der Vergewaltigung mit einem internationalen Haftbefehl fahndet und gegen den in den USA und Australien Ermittlungen laufen, vermutlich an einem geheimen Ort in London.

Die Lage für Assange ist also ungemütlich, zumal sein Gesicht weltweit bekannt ist. Gestern hat ihn nun die linksgerichtete ecuadorianische Regierung eingeladen, das Land zu besuchen. Vizekanzler und Außenminister Kintto Lucas bot ihm auch Asyl in Ecuador an. Die Regierung sei bereit, ihm eine Aufenthaltsgenehmigung "ohne Probleme und Auflagen" zu geben, sagte er dem ecuadorianischen Online-Medium Ecuador Inmediato. Lucas erklärte, in Ecuador könne er frei seine Ansichten zu den Dokumenten äußern und die Informationen über das Land selbst, seine Freunde und ganz Lateinamerika verbreiten. Man sei besorgt über einige der Informationen aus dem US-Außenministerium, die Wikileaks vor allem über befreundete Regierungen veröffentlicht hat (siehe dazu auch: Frontberichte aus Lateinamerika).

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