Edition Unseld treibt voran

Der Suhrkamp-Verlag überrascht mit neuem Programm.

„Hier werden keine Bücher publiziert, sondern Autoren“, sagte Siegfried Unseld einmal über den Suhrkamp-Verlag. In der „edition unseld“ sammelt das Verlagshaus nun namhafte Autoren, um den Grenzbereich zwischen Naturwissenschaft und Philosophie abzugrasen. Im Laufe des Frühjahrs werden gleich mehrere Bücher erscheinen, die aufhorchen lassen.

"Rolf Landua: Am Rand der Dimensionen, Gespräche mit den Physikern des CERN." Nach Verlagsangaben bezeugen die „Gespräche die Ungewissheit der Grundlagen moderner physikalischer Theorien und sind eine Philosophie über den Rand der Dimensionen, eine Spekulation über das Potential der Naturwissenschaften.“

"Robert B. Laughlin: Das Verbrechen der Vernunft, Betrug an der Wissensgesellschaft." Physiknobelpreisträger Laughlin will in seinem Essay die Mechanismen der Geheimhaltung von Wissen enthüllen und zeigt anhand von vielen Beispielen, dass „bald ein neues Dunkles Zeitalter beginnen könnte, dessen Kennzeichen nicht Information und Wissen sind, sondern Desinformation und Ignoranz.“

"Wolf Singer, Matthieu Ricard: Hirnforschung und Meditation, Ein Dialog." Wolf Singer, Hirnforscher, Matthieu Ricard, früher Molekularbiologe, nun buddhistischer Mönch, der seit 25 Jahren im Himalaja lebt, reden über die Beziehung zwischen Hirnforschung und Bewusstseinstraining.

"Sandra Mitchell: Komplexitäten. Warum wir erst anfangen, die Welt zu verstehen." Die Professorin für Wissenschaftsgeschichte reibt sich in ihrem Essay an der Emergenz und will klären, warum das Ganze tatsächlich mehr ist als die Summe der einzelnen Teile.

Alle Bücher kosten um die zehn Euro. Für Lesestoff ist also unter den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings gesorgt.