Ein bisschen schwanger

Ein Mann bekommt ein Kind und die Medien eine neue Ente?

Der Gouverneur von Kalifornien war es schon, allerdings nur im Film. Ein echter Amerikaner ist es jetzt im echten Leben: im fünften Monat schwanger und unrasiert. Ein echter Übermann oder doch nur eine Ente, die derzeit durch den Medienzirkus läuft und am ersten April laut quackt?

Der Glückliche, Thomas Beatie, der seine Geschichte für das amerikanische Online-Magazin "Advokat" erzählt, war ihr zufolge früher eine Frau. Er ließ sich die Brüste entfernen, unterzog sich einer Testosteron-Therapie und wurde rechtskräftig zum Mann. Die weiblichen Reproduktionsorgane behielt er aber. Da seine Frau keine Kinder bekommen konnte, hörte er mit der Hormonbehandlung auf. Nach einigen Monaten kam die Periode wieder und er ließ sich mittels einer Samenspende befruchten.

Jetzt dürfte Thomas, der früher Tracy hieß und eine berühmte hawaiianische Homosexuellenaktivistin war, zumindest für eine Weile zum berühmtesten schwangeren Mann der Welt werden (nach Arnie). Möglich, dass Thomas bewusst auf diese Berühmtheit zugesteuert ist und sich freut jetzt solche paradoxe Sätze zu veröffentlichen:

"I will be my daughter's father and Nancy will be her mother..Despite the fact that my belly is growing with a new life inside me, I am stable and confident being the man that I am."

Die unmittelbare Umgebung des Schwangeren soll zum Teil mit großen Widerständen und Schock reagiert haben, wie auch die Ärzte ("The first doctor we approached was a reproductive endocrinologist. He was shocked by our situation and told me to shave my facial hair.").

Laut der britischen Zeitung Guardian, die heute ebenfalls Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Geschichte äußert, soll Fox News in Erfahrung gebracht haben, dass sich Thomas Beatie erst am 1.April öffentlichen Fragen zur Sache stelle. Das Online-Magazin "The Advocat" betonte dagegen, dass angesprochene Ärzte des Mannes die Schwangerschaft bestätigt hätten.