Erneuerbare wachsen kräftig

Energiestatistik für das erste Halbjahr vorgelegt. Angaben für neue Energieträger eher vage

Der Energieverbrauch ging hierzulande im ersten Halbjahr leicht zurück. Das geht aus einer soeben veröffentlichten Übersicht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hervor. Verantwortlich sei dafür vor allem die mildere Witterung, aber auch der gestiegene Ölpreis gewesen. Der Mineralölverbrauch ging um einen Prozent zurück und verlagerte sich ein wenig zum Diesel, dessen Absatz zugelegt hat.

Der Verbrauch von Heizöl lag hingegen um 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch der Erdgasverbrauch zu Heizzwecken ging erheblich zurück und konnte nicht durch den vermehrten Absatz in der Industrie wett gemacht werden.

Atomkraft hat erstmals seit 25 Jahren mit 9,3 Prozent weniger als zehn Prozent zum Gesamtenergieverbrauch beigetragen. Aber auch der Einsatz von Steinkohle in Kraftwerken ging um gut drei Prozent zurück. Braunkohle legte hingegen um 1,1 Prozent zu. Seit Mai werde mehr Strom ein- als ausgeführt.

Der Anteil der erneuerbaren Energieträgern am Primärenergieverbrauch - über den Anteil an der Stromproduktion machte die AGEB leider keine Angaben - legte um 1,6 Prozentpunkte zu. Der Anteil aller Erneuerbaren lag bei 10,2 Prozent. Dahinter verbirgt sich ein Rückgang der Wasserkraft um rund zehn Prozent und eine Zunahme bei der Windkraft um 13 Prozent. Von der Fotovoltaik heißt es, dass sie "weiterhin kräftige Zuwachsraten im hohen zweistelligen Bereich" verzeichne.

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