Ersatzmaschinen erhöhen den Spaß

Neben der Spur

Klemens Schillinger könnte unsere Rettung sein. Seine Substitute Phones füllen eine schmerzliche Lücke. Die erste unter vielen

... dieser Impuls morgens, wenn man aufwacht und sofort (ich meine: SOFORT) etwas swipen will. Diese Phantomschmerzen, wenn man sein Smartphone sucht und es sofort mindestens mit einem Wisch nach links entsperren möchte ... und dann muss man mit Entsetzen feststellen, dass das Gerät über Nacht leider wieder auf null Prozent Akku geraten ist und tot vor sich hin liegt. Da will man sich doch gleich wieder mit dazu legen und sterben.

Oder man hat eines der Substitute Phones von Klemens Schillinger. Das Ersatzgerät dient keinem anderen Zweck, als dieses Zucken im rechten Daumen zu beruhigen. Es ist kein Smartphone als solches, es besteht nur aus seiner Form. Es soll dabei helfen zu beruhigen. Weil es den modernen Menschen tief im Innersten zufriedenstellen kann, wenn es mit seiner Form die Handfläche schmeichelt und mittels der vorhandenen Kugeln ein Gefühl ... des Entsperrens ermöglicht.

Zu Recht könnte man anmerken, dass bei einem Ersatztelefon noch nicht Schluss sein müsste. Und niemand hat verlangt, dass diese Handschmeichler des 21. Jahrhunderts nicht auch auf dem eigenen iPhone montiert werden könnten. Dann schleppt man nicht zwei solcher Dinger in der Hosentasche mit sich herum.

Man kann es sich in etwa so vorstellen, wie diese niedliche, kleine Erweiterung, die für nur 150,- USD Lüftungsventilatoren und Ersatzbatterien an ein iPad anschraubt. So geht einem nie wieder die Batterie für das eigene iPad aus (was sie eh kaum tut), und es entwickelt sich auch keine Stauwärme im Gerät (was eh kaum der Fall ist). Ein gutes Gefühl. Und dabei noch geradezu ein Schnäppchen. An den Halterungen, so könnte ich mir denken, lassen sich von Klemens Schillinger sicher noch ein bis zwei Handsurrogate anschrauben. Dann kann das Leben nur wunderbar und gut werden.

Wo wir gerade beim Anschrauben sind:

Bei all dem Handschmeicheln an immer kälteren und länger laufenden Geräten kann natürlich nicht auf halber Strecke aufgehört werden. Da braucht es dann schon anschraubbare Hände, die den Mann von Nebenan zum Vierhänder machen und die eigene manuelle Effizienz in ungeahnte Höhen schrauben. Natürlich machen wir das nur, um uns insgesamt vier Substitute Phones zu kaufen, die uns dann noch schneller die Phantomschmerzen abnehmen und uns zu viel zufriedeneren Computerusern machen wird.

Das ist ja dann mal nicht von der Hand zu weisen.

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