Erster bundesweiter Bildungsstreik geplant

Mit bundesweiten Protesten soll Mitte Juni auf Missstände im Bildungssystem aufmerksam gemacht werden.

Vom 15.-19. Juni 2009 soll an Schulen und Hochschulen der erste bundesweite Bildungsstreik stattfinden. Auf einer Pressekonferenz in Berlin berichteten die Organisationen am Montag über den Stand der Vorbereitungen. "Unser Ziel ist ein Bündnis möglichst viele Interessengruppen, die unter der aktuellen Bildungspolitik leiden", erklärte Manfred Oberländer vom ASTA der Technischen Universität Berlin. In den Räumen der TU Berlin hatten sich Aktivisten ,it einem mehrtägigen bundesweiten Treffen auf den Bildungsstreik vorbereitet.

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Zu dem Aktionswochenende gehörte auch der Bildungsblock auf der Demonstration "Wir zahlen nicht für Eure Krise" am Samstag in Berlin. Er sei ein guter Auftakt für die Proteste im Bildungsbereich gewesen, betonen die Aktivisten. Nach dem Vorbild dieser Demonstration wird auch der Bildungsstreik von einem Bündnis aus Schülergruppen und Studierenden, aber auch sozialen Initiativen und Gewerkschaften getragen.

An vielen Schulen sei der Unmut über die aktuellen Zustände groß, berichtete ein Teilnehmer von Schulaction. Neben Kürzungen im Bildungshaushalt ist es vor allem die Ausrichtung nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen, die viele Schüler auf die Barrikaden treibt. Der bundesweite Schülerstreik am 12. November 2008 habe Tausende junger Menschen aktiviert. Zudem habe der Protest gegen die Einführung einer Schülerdatei in 8080/starweb/adis/citat/VT/16/DruckSachen/d16-1931.pdf: Berlin, die viele Betroffene aus Datenschutzgründen ablehnen,in den letzten Wochen Schlagzeilen gemacht.

An den Hochschulen und Universitäten haben in den Semesterferien Arbeitsgruppen den Bildungsstreik vorbereitet. In Berlin sind 13 Hochschulen in die Vorbereitungen einbezogen. Dort wird die Mobilisierungsphase für den Bildungsstreik nach Semesterbeginn anlaufen.

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