Fahrer von US-Atomwaffen sind schon mal betrunken

In einem Bericht des Generalinspektors werden strengere Kontrollen empfohlen

Es kommt schon mal vor, dass Fahrer, die in den USA Atomwaffen und dazu gehörige Teile auf Lastwagen transportieren, im Dienst betrunken sind. Das hat nun ein Bericht der stellvertretenden Generalinspekteurin Sandra Bruce bestätigt.

Ihre Behörde hat 16 Vorfälle von Mitarbeitern der zum Energieministerium gehörenden Behörde für Sichere Transporte (OST) untersucht, die sich zwischen 2007 und 2009 ereignet haben und bei denen Alkohol eine Rolle spielte, untersucht. Die Angestellten müssen sich einer langwierigen Sicherheitsprüfung unterziehen und dann einen 21-wöchigen Kurs absolvieren, um zu lernen, wie sie Diebstahl oder Sabotage verhindern, wozu auch ein Fitnesstraining und Ausbildung an der Waffe gehört. Dazu kommen eine fortlaufend stattfindende Verlässlichkeits- und körperliche und psychische Fitnessprüfung (Human Reliability Program) sowie zufällig erfolgende Alkohol- und Drogentests. Hier wird aber offenbar schon mal geschlampt, Fristen werden nicht eingehalten, Dokumente sind nicht auffindbar.

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OST beschäftigt insgesamt an die 600 Angestellte und Kandidaten. Sind die Kontrollen lasch, kann da schon mal was schief gehen. In jedem Fahrzeug müssen drei OST-Mitarbeiter befinden. Zwei Vorfälle seien besonders bedenklich gewesen. Die Fahrer waren im Dienst, hatten aber Nachtruhe, wobei sie sich in einem Hotel und die Fahrzeuge sich in einem geschützten Bereich befanden. In einem Fall wurde ein Fahrer wegen öffentlicher Trunkenheit festgenommen, in dem anderen Fall wurden zwei Fahrer wegen einer Schlägerei in einer Bar von der Polizei vorübergehend festgenommen. Einzelheiten werden allerdings nicht berichtet. Empfohlen werden strengere und häufigere Kontrollen, Nulltoleranz bei den Kandidaten und bei allen Vorfällen, in denen im Dienst Alkohol getrunken wird.

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