Fannie Mae & Freddie Mac halten 24 Milliarden Dollar an zwangsübereigneten Immobilien

Der Immobilienbestand der beiden 2008 verstaatlichten US-Hypothekenbanken hat sich in den letzten drei Jahren verfünffacht

In den Büchern von Fannie & Freddie finden sich inzwischen fast 242.000 Eigenheime, was laut Businessweek rund einem Drittel aller zwangsübereigneten, aber nicht verkauften US-Wohnimmobilien entspricht. Um den Immobilienmarkt nicht völlig entgleisen zu lassen halten sich die Agenturen mit Verkäufen stark zurück und Freddie Mac verkaufte in den ersten neun Monaten des Vorjahres gerade einmal 5.289 Immobilien. Der Listenpreis lag bei 99.000 Dollar, wobei Fannie Mae Käufern, die die Immobilie selbst nutzen wollen, eine Finanzierung anbietet und nur drei Prozent der Kaufsumme als Anzahlung verlangt.

Das reicht offenbar nicht aus um den Absatz sicherzustellen und sie werden, wie Finanzblogger Robert Oaks erklärt, angesichts einer absehbaren Steigerung der Vollstreckungsverfahren um weitere 20 Prozent (nach in den USA insgesamt 2,87 Millionen im Jahr 2010) aber bald gezwungen sein, ihre Portfolios zu reduzieren, was zwangsläufig zu weiteren Einbrüchen der Marktpreise führen werde.

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