Fröhliche Weihnachten

Eine Umfrage unter Briten gibt einen Einblick in den Weihnachtstag

Besinnliche Weihnachtsfeier im trauten Familienkreis? Von wegen, die Wirklichkeit sieht anders aus, zumindest wenn man einer Umfrage von Travelodge unter 2.000 britischen Haushalten Glauben schenkt, nach der die durchschnittliche Familie in Großbritannien am Weihnachtstag - also nicht am Heiligen Abend wie in Deutschland, sondern am 25. Dezember - schon um 10:13 Uhr den ersten Streit haben soll.

Aufgestanden wird früh, nämlich um 8 Uhr. Ziemlich eilig werden dann schon kurz danach die Geschenke ausgepackt, was nicht nur Freude verspricht. Um 9 Uhr wird gefrühstückt, um 10 Uhr wird schon mal heftig genascht. Schließlich beginnen 38 Prozent der Kinder über ihre Geschenke zu meckern und sind die Eltern gestresst. Das ergibt den nächsten Streit um 12:42.

Es droht das feiertägliche Mahl, bei den meisten Briten muss der traditionelle Truthahn verspeist werden. Zur Vorbereitung nimmt der durchschnittliche Brite so um 12 Uhr Uhr das erste alkoholische Getränk zu sich. Kurz danach heißt es schon mal, dass die Kinder verschwinden sollen. Um 13:30 Uhr streiten sich die Eltern über den Alkoholkonsum - vermutlich um den des jeweiligen Partners. Dann wird darüber gestritten, wie lange es dauert, bis das Mahl endlich fertig ist. Ab 14:23 Uhr ist es soweit, gestritten wird beim Essen gerne darum, wer der Bessere ist, zudem kommen alte Familienkonflikte aufs Tapet. 45 Prozent sagen, dass zwischen 13 und 15 Uhr Streitereien ausgetragen werden, weil die Väter zu viel Alkohol getrunken haben und die Mütter wegen des Essens unter Stress stehen.

Nach dem Essen geht es weiter mit Streitereien, nämlich ab 15:24 Uhr. Um 18:05 Uhr beginnt bei 15 Prozent der Familien die Auseinandersetzung, was im Fernsehen angeschaut werden soll, bis man ab 19:25 Uhr endlich gemeinsam spielt und schließlich schon um 22:30 Uhr ins Bett geht, nachdem der letzte Alkohol getrunken und die letzte Süßigkeit verspeist wurde.

Es scheint, dass der Heilige Abend ein wenig konflikfreier verlaufen könnte. Die Geschenke gibt es erst gegen Abend, das Essen auch, der feiertäglich Stress ist damit schlicht kürzer. Aber dann kommen ja noch die beiden Feiertage, die zu besinnlichem Verhalten in der Familie Anlass bieten ....

Anzeige