Gequatsche ohne Ende

Günther Jauch kehrt zur ARD zurück. Frau Will muss ihren Sendeplatz räumen

Was für ein Paukenschlag, was für eine Meldung. Darauf haben wir alle sehnsüchtigst gewartet. Der Publikumsliebling, den die Deutschen laut Umfragen am liebsten zum Bundespräsidenten haben und ihn wählen würden, wird den Sendeplatz von Anne Will am Sonntag nach dem Tatort einnehmen. Damit kehrt der beliebte Polittalker, der seine Karriere beim Bayerischen Rundfunk an der Seite von Thomas Gottschalk begann, doch noch zu seinem Heimatsender zurück.

Noch mehr Gedöns

Für ihn wird Frau Will den Sendeplatz räumen müssen und vermutlich mit ihrer Blaffrunde am Donnerstag antreten. Dort dann gegen Frau Illner, die seit Jahren mit ihrer Talkrunde vom ZDF ein paar Kilometer weiter vom Bildschirm schwatzt.

Fortan werden wir dann von Sonntag bis Donnerstag (warum eigentlich nicht auch noch Freitag?) einheitlich mit Politgedöns vollgequatscht. Dann von Jauch über Beckmann, Maischberger und Plasberg bis hin zu Will. Und das immer um die gleiche Zeit.

Denn vorher will man endlich den Tagesthemen, die zuletzt sehr unter Zuschauerzuspruch litten und ständig von Verschiebungen, sei es wegen Fußball, sei es wegen irgendeines Brennpunkts bedroht waren, einen festen Zeitpunkt geben.

Wenn all das zutrifft, dann kann man ab Herbst 2011 an Tag für Tag ab 22.45 Uhr, mit Ausnahme Jauchs, der am Sonntag eine Stunde früher ran darf, den ewig immergleichen Personen zu den ewig immer gleichen Themen beim ewig immer gleichen Produzieren bekannter Sprechblasen und Worthülsen beiwohnen.

Ach wird das ein Fest. Endlich wissen wir, wofür wir unsere Fernsehgebühren bezahlen. So abwechslungsreich war Fernsehen nie.

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