Gewinne der 4 großen deutschen Energiekonzerne sprudeln

Nach einem von den Grünen veröffentlichten Bericht verdanken sich die Gewinne der Monopolisten hauptsächlich den gestiegenen Strom- und Gaspreisen.

2007 haben die vier großen deutschen Energiekonzerne E.on, RWE, EnBW und Vattenfall – die als Monopolisten einen Anteil an den gesamtem Stromerzeugungskapazitäten zwischen 82 und 90 Prozent haben - einen Gewinn von 18 Milliarden Euro erzielt. Nach einer Studie, die von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben wurde, können sich die Energiekonzerne seit einigen Jahren einer "Gewinnexplosion" erfreuen, die vermutlich – da die Gewinne der einzelnen Sparten nicht zugänglich sind – hauptsächlich auf die Stromerzeugung in Deutschland zurückzuführen seien.

Die "durchschnittlichen Industriestrompreise für typisierte Abnehmer sind seit dem Jahr 2000 zwischen 58% und 77% gestiegen", so die Studie. Mehr war es nur in Italien und Irland. Die Haushaltsstrompreise sind um rund 50% gestiegen, "wobei weniger als die Hälfte dieses Anstiegs staatlich induziert und etwas mehr als die Hälfte unternehmens- und marktinduziert war. Auch die Haushaltskundenpreise liegen europaweit mit an der Spitze." Der Anteil der vier Konzerne an der Endkundenversorgung liegt je nach angewandter Methodik zwischen 56,8 und 71,4 Prozent.

Die vier Konzerne haben bei den Netzen mit Mittel- und Niederspannung jeweils einen Anteil von 70 Prozent, bei denjenigen mit Höchst- und Hochspannung über 90 Prozent. Die Netzkosten haben nach dem Bericht bei den Haushaltskunden einen Anteil von 30 Prozent an den Stromkosten. Aus den Netznutzungsentgelten erzielen die Konzerne jährlich einen Umsatz zwischen 20 und 22 Milliarden Euro, investiert werden allerdings nur weniger als 3 Milliarden.

Die Grünen fordern eine Entflechtung der Übertragungsnetze und die Schaffung größerer Transparenz in der Gewinnermittlung der einzelnen Sparten Strom, Gas und Wasser.

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