Google geht real virtuell einkaufen

Der Gigant kauft eine Plattform, die eine virtuelle Währung namens "Social Gold" entwickelt hat, die in reales Geld umgewandelt werden kann

Die Gründer von Jambool, einem Managing-System für virtuelle Finanzen, haben am Montag mitgeteilt, dass sie von Google für eine nicht genannte Summe gekauft wurden: "Als sich die Gelegenheit geboten hat mit Google zusammenzuarbeiten, konnten wir sie nicht ungenutzt vorüberziehen lassen", so die beiden Jambool-Gründer Vikas Gupta und Reza Hussein in einem Blog-Posting.

Jambool hat eine Platform für virtuelle Währung namens "Social Gold" entwickelt. Mit dieser können Online-Transaktionen wie beispielsweise für Spiele oder in Social Networks (bei Facebook, MySpace) abgewickelt werden. Die Technologie erlaubt es, Herstellern von Online-Spielen und sozialen Netzwerken Geld für virtuelle Leistungen und Güter einzunehmen - reales Geld kann mit Jambool in virtuelles umgewandelt werden und umgekehrt.

Gupta und Hussein gründeten Jambool 2006 und konzentrierten sich ab 2007 auf die Entwicklung von Anwendungen für soziale Netzwerke. "Wir wollen erstklassige Produkte herstellen, die Entwickler rund um die Welt als Zahlungsmittel einsetzen können", heißt es weiter im Blog des Projekts.

"Wir haben einen lukrativen Weg gefunden, unsere Apps zu finanzieren - insbesondere mit virtuellem Geld und virtuellen Artikeln", so die ehemaligen Amazon.com-Mitarbeiter. "Das führte uns zu der Idee eine Plattform zu gründen, die auch anderen Entwicklern hilft, ihre virtuellen Finanzen zu managen." Jambool verzeichnet seit der zunehmenden Popularität von Online-Games ein stetiges Wachstum, was es für Google interessant gemacht haben dürfte.

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