"Hato", "Harvey" und "Pakhar": Hurrikane und Taifune richten große Schäden an

Bild: National Hurricane Center

Sowohl der US-Bundesstaat Texas als auch die chinesischen Provinz Guangdong werden derzeit von schweren tropischen Stürmen verheert

Nach Taifun "Hato" in China nun Hurrikan "Harvey" über dem Golf von Mexiko. Am Freitagabend (Ortszeit) traf er auf die Küste des US-Bundesstaates Texas unweit der Grenze zu Mexiko. Zu diesem Zeitpunkt galt der Sturm noch als Hurrikan der Kategorie vier, womit er der seit zehn Jahren stärkste Wirbelsturm an der US-Küste war. Vier ist die zweitstärkste Kategorie für tropische Wirbelstürme im Nordatlantik.

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Danach schwächte er sich etwas ab und bewegt sich nur sehr langsam fort. Das hat zur Folge, dass die großen Niederschlagsmengen nicht über ein größeres Gebiet verteilt werden können, sondern über die begrenzte Küstenregion im südwestlichen Texas niedergehen werden. Bis zur Mitte der Woche könnte dort örtlich bis zu weiteren 30 Zoll (76,2 Zentimeter oder 762 Liter pro Quadratmeter) Regen fallen, hieß es am Sonntag.

Entsprechend warnen die Meteorologen vor schweren Überschwemmungen, zumal Flüsse und Bäche schon aufgrund der Niederschläge der letzten Tage vielerorts bereits über ihre Ufer getreten sind. Mindestens fünf Menschen seien gestorben und 336.000 Wohnungen seien ohne Strom, berichteten am Sonntag US-Medien. Nach ersten Schätzungen soll ein Schaden von 24 Milliarden US-Dollar entstanden sein. Ein Problem könnte in den nächsten Monaten werden, dass viele Hausbesitzer nicht gegen Hochwasser versichert sind.

An der südchinesischen Küste hatte zu Beginn der Woche Taifun "Hato" schwere Verwüstungen angerichtet. (Taifun und Hurrikan sind unterschiedliche Bezeichnungen für das gleiche Phänomen.) Der Sturm war in der Nähe Hongkongs auf die Küste getroffen und hatte mindestens 12 Menschenleben gefordert, wie der Guardian berichtet. Andere Quellen sprechen von 18 Opfern. Die Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte Fotos von Wohnhäusern, deren Glasfronten vom Sturm eingedrückt wurden.

Nur wenige Tage später wurde die gleiche Region im Süden Chinas am Sonntag (Ortszeit) bereits vom nächsten Taifun heimgesucht. „Pakhar“ sorgte dafür, dass in Hongkong alle Fähren an den Liegeplätzen blieben und die äußeren Inseln abgeschnitten waren. An der Börse, die bei derartigen Taifun-Warnungen für gewöhnlich geschlossen wird, ruhte wegen des Feiertages ohnehin die Arbeit. In Hongkongs Nachbarstadt Shenzhen fielen am Sonntag 162 Millimeter Regen (162 Liter pro Quadratmeter). In der Provinz Guangdong, zu der Shenzhen gehört, wurden zahlreiche Autobahnen wegen des Sturms und wegen umgestürzter Bäume gesperrt.

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