Hoccer - das kann dem besten Handy passieren

Neben der Spur

Visitenkarten sind von gestern. Kontakte abzutippen auch. Hoccer ist irgendwie...morgen.

Wir erinnern uns an die letzte CeBIT, auf der wir mit einem ganz wichtigen Messekontakt da standen und die Kontaktdaten zwischen unseren Handies austauschen wollten. Per Bluetooth. Nichts ging. Wie es halt immer so läuft: Also eigentlich müssten die Business Card jetzt übertragen. Tut sie aber nicht. Man lächelt verlegen. Und dann stehen zwei ratlose IT Profis da und wissen auch nicht weiter. Die herkömmliche Businesskarte ist auch nicht wesentlich eleganter, aber sie funktioniert wenigstens. Denn lesen können alle. Und die Karte kommt dann eben in die Jackentasche. Zu Hause tippt man diese Kontakte im Kaffeedampf des Büros ab. Auch nicht sehr elegant.

Und nun gibt es mit Hoccer für Android und andere (bald auch für das iPhone) eine Möglichkeit, sich diese Kontakte zuzuwerfen. Das Telefon wird einfach wie im Video zu sehen in Richtung des Gesprächpartners geschwungen (schön fest halten, das Gerät!). Und dieser oder diese fangen den Kontakt dann auf. Das ist lustig und kann zu einer Menge neuer Kontakte führen, wenn man Hoccer als ein Partyspiel begreifen will. Da kann sich jede andere Gamekonsole dann warm anziehen. Will mir gar nicht vorstellen, wie viele sich übers Parkett schwingende Partypeople mehr als ein Dutzend Kontakte einfangen, weil sie das Handy beim Abtanzen hochgehalten haben. Random Dating. Respekt.

Ich darf noch einmal auf die eingangs beschriebene Szene auf der CeBIT zurück kommen, denn wenn die beiden Geräte sich verstehen, ist das toll. Wenn sie das nicht tun, dann sieht man vermutlich auf der CeBIT 2010 zwei vollkommen abgekämpfte, Telefon schwingende Geschäftspartner in spe, die sich so lange ihre Kontakte erfolglos zu werfen, bis der eine von den beiden ohnmächtig in den Wurststand hinter sich kippt.

Und da ist dann der Austausch von Daten auch nicht mehr lustig.