In Fukushima I tritt radioaktives Cäsium aus

Mittlerweile wurde auch für eine zweites japanisches Atomkraftwerk der Notstand ausgerufen

Im gestern von einem Erdbeben beschädigten japanischen Kernkraftwerk Fukushima I ist die Störung im Kühlsystem immer noch nicht behoben und die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze weiter gestiegen. Mittlerweile tritt auch radioaktives Cäsium aus. Einige Medien spekulieren sogar schon darüber, ob die Brennstäbe nicht bereits geschmolzen sind, was die japanische Atombehörde bisher allerdings bestreitet.

Währenddessen wurde auch für das Kraftwerk Fukushima II der nukleare Notstand ausgerufen. Dort versagt die Kühlung von drei der insgesamt vier Reaktoren, weshalb die Behörden die Evakuierung der Anwohner im Umkreis von drei Kilometern anordneten. Für Fukushima I wurde der Evakuierungsradius mittlerweile auf zehn Kilometer ausgeweitet.

Die Opferzahlen des gestrigen Erdbebens der Stärke 8,9 und des ihm folgenden Tsunamis liegen bisher jedoch weit unter dem in Haiti, das nur 7,2 auf der Richterskala erreichte. Nach Angaben der Behörden starben 613 Menschen, weitere 784 werden vermisst. Auch die Zahl der Verletzten ist mit 1128 im Verhältnis zur Erdbebenstärke relativ gering.

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