"Innocence in Danger" - juristische Keule gegen Krtiker?

Außer Kontrolle

Der Verein "Innocence in Danger" kündigt presse- und strafrechtliches Vorgehen gegen "verleumderische Berichterstattung" an - doch bei den betroffenen Journalisten liegt noch nichts vor

Spätestens seit "Tatort Internet" ist der Verein "Innocence in Danger" mit seiner prominenten Vertreterin Stephanie von Guttenberg im Gespräch. Die Spendeneinnahmen sind hoch, doch wie hoch die Ausgaben sind bleibt bisher ungenannt.

Nach der kritischen Berichterstattung (u.a. durch die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung) ließ "Innocence in Danger" nun per Pressemitteilung vernehmen, dass man wegen einer angeblich "verleumderischen Berichterstattung" gegen die verantwortlichen Journalisten und Redakteure des DuMont-Verlages vorgehen werde.

Zu den direkt oder indirekt gestellten Fragen nach der Mittelverwendung antwortet der Verein, dass im Jahresbericht Informationen über die Mittelverwendung vorlägen. Doch Zahlen und Fakten fehlen im Jahresbericht. In welcher Höhe die einzelnen Projekte gefördert werden oder welche Höhe die Spendeneinnahmen erreichen bleibt weiterhin unbeantwortet.

Und noch eines ist seltsam: Die betroffenen Journalisten haben die Pressemitteilung zur Kenntnis genommen, Schreiben von "Innocence in Danger" liegen ihnen jedoch nicht vor.

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